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Gentech-Mais 1507: Bündnis wirft Bundesregierung Wortbruch vor

Archivmeldung vom 05.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Protestaktion des Kampagnennetzwerkes Campact und weiterer gentechnik-kritischer Initiativen vor dem Kanzleramt. Sie fordern, die Bundesregierung solle in Brüssel gegen die Zulassung des umstrittenen Gen-Maises 1507 stimmen. Der Genmais des US-Konzerns DuPont-Pioneer produziert ein Insektengift, das Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten schädigt. Bild: "obs/Campact e.V./Jakob Huber"
Protestaktion des Kampagnennetzwerkes Campact und weiterer gentechnik-kritischer Initiativen vor dem Kanzleramt. Sie fordern, die Bundesregierung solle in Brüssel gegen die Zulassung des umstrittenen Gen-Maises 1507 stimmen. Der Genmais des US-Konzerns DuPont-Pioneer produziert ein Insektengift, das Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten schädigt. Bild: "obs/Campact e.V./Jakob Huber"

Ein Bündnis aus gentechnik-kritischen Verbraucher-, Landwirtschafts- und Saatgut-Initiativen kritisiert die angekündigte Stimmenthaltung der Bundesregierung bei der Zulassung des Gentech-Maises 1507 in der EU scharf: "Die Stimmenthaltung bedeutet de facto ein Ja zum Gentech-Mais 1507. Nur bei einem Nein Deutschlands gibt es eine Chance auf eine qualifizierte Mehrheit gegen die Zulassung. Mit der Enthaltung bricht die große Koalition ihr Versprechen, die Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der Agro-Gentechnik anzuerkennen. Einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag von Greenpeace zufolge sind 88 Prozent der Bürger/innen gegen die Zulassung."

Das Bündnis weiter: "SPD und CSU hatten sich in ihren Wahlprogrammen für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ausgesprochen. Doch bereits bei der ersten Gelegenheit knicken Gabriel und Seehofer vor der Kanzlerin und der Gentechnik-Industrie ein. Wir haben jetzt also eine große pro-Gentechnik-Koalition, in der die Hälfte auch noch das Gegenteil von dem sagt, was sie tut."

Einen Online-Appell gegen die Zulassung haben innerhalb von 48 Stunden über 175.000 Menschen unterzeichnet. Initiiert wurde der Appell von folgenden Organisationen: Kampagnennetzwerk Campact, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Save Our Seeds, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), IG Nachbau, IG Saatgut, Gen-ethisches Netzwerk, Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft und dem Bundesverband Naturkost Naturwaren.

Der Mais 1507 ist gentechnisch so verändert, dass er in allen Pflanzenteilen das für Insektenlarven tödliche Bt-Toxin "Cry1F" produziert. Zudem ist er resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat (Liberty/Basta). Es darf aufgrund seiner schädlichen Wirkungen auf die menschliche Gesundheit ab 2016 nicht mehr verwendet werden.

Die endgültige Abstimmung im Ministerrat ist für den 11. Februar 2014 angesetzt. Kommt keine qualifizierte Mehrheit gegen eine Zulassung zustande, setzt die EU-Kommission die von ihr empfohlene Zulassung um.

Quelle: Campact e.V. (ots)

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