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Politiker opfern Wildtiere für die Windkraft

Archivmeldung vom 04.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Noch immer wird einseitig auf veraltete und Mensch und Naturzerstörende Windkraftanlagen gesetzt, obwohl es längst bessere Technik gibt (Symbolbild)
Noch immer wird einseitig auf veraltete und Mensch und Naturzerstörende Windkraftanlagen gesetzt, obwohl es längst bessere Technik gibt (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bislang galt, dass Wälder in Niedersachsen für Windenergieanlagen tabu sind. Doch diese für den Natur- und Artenschutz wichtige Entscheidung wackelt. "Die CDU Fraktion im niedersächsischen Landtag hat Anfang Februar gefordert, den Ausbau von Windenergieanlagen zu beschleunigen - und das auf Kosten des Artenschutzes", kritisiert Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

"Diese einschneidende Forderung wird auch von der SPD voll unterstützt." Werden diese Pläne umgesetzt, ist das eine Katastrophe für Wildtiere wie Greifvögel, Fledermäuse und Insekten. "Diese Arten leiden schon heute ohne diese zusätzliche Belastung durch neue Windkraftanlagen unter einem dramatischen Verlust von Lebensräumen."

In ihrem Positionspapier mit dem Titel "Zukunft für die Windenergie" will die CDU Niedersachsen gleich mit einem ganzen Maßnahmenbündel die Ausbauziele der Bundesregierung unterstützen. Die Christdemokraten fordern in vorauseilendem Gehorsam gegenüber Berlin unter anderem "...weitere Ausnahmegründe beim Artenschutz" zu kippen, wenn es um den Ausbau von Windkraftanlagen geht. Hilmar von Münchhausen: "Geltendes Recht darf nicht verwässert werden." Selbst Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen beim Bau von Windkraftanlagen sollen abgeschafft werden." Für den Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung ist das eine "Bankrotterklärung für den Artenschutz".

In einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der beiden Regierungsparteien CDU und SPD bezieht der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung gegen die Pläne Stellung. "Ausnahmen beim Artenschutz für den Ausbau von Erneuerbaren Energien im Bundesnaturschutzgesetz zu fordern, läuft diametral zum eigentlich notwendigen Anspruch, eine naturverträgliche Energiewende umzusetzen. Wälder sind in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft wichtige Refugien und insbesondere für Fledermäuse und waldgebundene Vogelarten von großer Bedeutung", so Münchhausen. "Nur bei einer Balance von Natur- und Klimaschutz kann eine Energiewende gelingen."

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung (ots)


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