Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Natur/Umwelt Tag der Milch: Werbeflächenanbieter lehnen PETA-Plakate zum Schicksal von Kühen in der Milchindustrie ab

Tag der Milch: Werbeflächenanbieter lehnen PETA-Plakate zum Schicksal von Kühen in der Milchindustrie ab

Archivmeldung vom 28.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
PETA-Plakat zum Leiden von Kühen in der Milchindustrie. Bild: PETA
PETA-Plakat zum Leiden von Kühen in der Milchindustrie. Bild: PETA

Kein Raum für Meinungsfreiheit? Zum Tag der Milch am 1. Juni 2015 sollten große Plakate der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Werbeflächen nahe größerer Molkereien in Städten wie Nürnberg, Wiesbaden, Heilbronn und Düsseldorf zieren. Eine entsprechende Buchungsanfrage für insgesamt sechs Großplakatflächen wurde jedoch abgelehnt, da die Anbieter Beschwerden befürchten.

Die PETA-Plakate zeigen ein betäubtes Rind im Schlachthof mit der Aufschrift: „So sterben Milchkühe! Milch tötet“. Mit dem Motiv wollte die Tierrechtsorganisation Passanten und Kunden der Unternehmen darauf aufmerksam machen, wie tierverachtend der Umgang mit den sensiblen Lebewesen in der Milchindustrie ist. Außerdem stehen für die menschliche Ernährung genügend Alternativen wie Hafer-, Reis- oder Sojadrink zur Verfügung, für die kein Tier leiden muss. PETA bedauert die Entscheidung der Werbeaußenflächenanbieter und appelliert nun an alle Verbraucher, sich über die tierquälerischen Haltungs- und Tötungsmethoden von Kühen zu informieren.

„Die Kunden haben ein Recht darauf, zu erfahren, woher die Milch auf ihrem Frühstückstisch kommt. Nur wer informiert ist, kann sich tierfreundlich entscheiden“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Vielen Milchtrinkern ist schlicht nicht bewusst, dass Kühe für ihren Konsum immer wieder aufs Neue geschwängert und von ihren Neugeborenen getrennt werden, um nach wenigen Jahren im Schlachthaus getötet zu werden. Die Zensur der Plakate durch die Anbieter kommt einer Einschränkung der Meinungsfreiheit gleich.“

Jährlich werden in Deutschland mehr als vier Millionen Kühe in der Milchindustrie gehalten. Gerade in älteren Ställen ist die Anbindehaltung noch weit verbreitet. Zugang zu einer Weide haben die allerwenigstens Rinder. Die meist künstlich befruchteten Tiere tragen ihr Kalb neun Monate aus – genau so lang dauert eine Schwangerschaft beim Menschen. Das Kuhkind wird seiner Mutter jedoch direkt oder nur wenige Stunden nach der Geburt entrissen und meist alleine in eine Kälberbox gesperrt. Mutter und Kalb rufen nicht selten tagelang nacheinander. Die als reine Milchmaschine gezüchtete Kuh hält den mit der hohen Milchmenge und der nicht tiergerechten Haltung einhergehenden Strapazen nicht lange stand. Ist sie für den Landwirt unwirtschaftlich geworden, wird sie zum Schlachthof transportiert. Dort werden auch ihre männlichen Kälber nach der kurzen und entbehrungsreichen Mast getötet.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen oder für ihre Milch ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Quelle: PETA Deutschland e.V.

Videos
Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
Das neue Paradigma der Gesundheitsversorgung - dritter Teil
ExtremNews kommentiert - Folge 8
ExtremNews kommentiert - Folge 8
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte phwert in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige