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Rukwied: "Dankbar, weil sichere Ernten alles andere als selbstverständlich sind"

Archivmeldung vom 02.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joachim Rukwied (2018)
Joachim Rukwied (2018)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Joachim Rukwied zur andauernden Dürre und zu möglichen Ernteausfällen am 23.07.18" / Eigenes Werk

(DBV) In einer gemeinsamen Erklärung zum Erntedank 2020 nehmen der Deutsche LandFrauenverband (dlv), der Evangelische Dienst auf dem Lande in der EKD (EDL), die Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) und der Deutsche Bauernverband (DBV) in diesem Jahr den aktuellen gesellschaftlichen Wertedialog, wie die Landwirtschaft der Zukunft gestaltet werden könnte, zum Anlass, um auch über moralische und ethische Fragen zu sprechen und auf die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft hinzuweisen.

"Wir begehen dieses Fest in Freude und Dankbarkeit. Wir sind dankbar, weil wir wissen, dass trotz Hightech und moderner Technologien sichere Ernten alles andere als selbstverständlich sind. Gerade die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig die Erzeugung von heimischen, hochwertigen Lebensmitteln ist. Diese zuverlässige Versorgung der Bevölkerung durch die Bauern ist letztendlich auch eine Grundlage unseres Wohlstands. Nahrungsmittelerzeugung ist weltweit systemrelevant und darf nicht als gegeben betrachtet werden", sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied.

In der Erklärung betonen die Verbände, dass Landwirtinnen und Landwirte in besonderer Weise Verantwortung für unsere Nahrungsmittel, Kulturlandschaften und ihre Nutztiere tragen. Seit jeher leben sie Veränderung. Betrachtet man die Landwirtschaft als Ursprung menschlicher Kulturen, wird der stetige Wandel des Sektors und seine Anpassungsfähigkeit besonders deutlich. Menschen auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist bewusst, dass eine Fortsetzung der bisherigen bäuerlichen Wirtschafts- und Lebensweisen nicht zielführend sein kann, vielmehr ist es erforderlich, sich stetig wandelnden natürlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen und diese aktiv mitzugestalten. Landwirtschaft, abstammend vom lateinischen Wort "colere", bedeutet pflegen, hegen und Fürsorge halten. Hieraus wird das Grundverständnis der Landwirtschaft deutlich. Auf moderne Weise ist auch das Leitbild der Nachhaltigkeit darin verwurzelt. Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte sind so in Einklang zu bringen, dass gegenwärtige und nachfolgende Generationen in der Stadt und auf dem Land eine Zukunft haben.

Mit der Debatte um mehr Nachhaltigkeit werde eine neue Werteorientierung in Wirtschaft und Gesellschaft deutlich - eine Besinnung auf das eigene Handeln. Diese Reflexion wird zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Dialoges. Hochproduktiv und gleichzeitig nachhaltig - welche internationalen Standards sind vor dem Hintergrund der Versorgungsicherheit und einer steigenden Weltbevölkerung auf der einen Seite und endlicher Ressourcen sowie dem Erhalt von Lebensräumen auf der anderen Seite als zielführend anzusehen. Hier kann die Landwirtschaft, durch generationsübergreifendes Denken und Handeln auch auf der Basis christlicher Werte, eine Vorbildfunktion für nachhaltiges Wirtschaften und Leben unter Veränderungen einnehmen.

Quelle: Deutscher Bauernverband (DBV) (ots)


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