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Notfallpläne für Atomunfall in Niedersachsen veraltet

Archivmeldung vom 23.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Kommt es in Niedersachsen zu einem Atomunfall, greifen die Behörden auf veraltete Notfallpläne zurück. Erkenntnisse aus dem Unglück von Fukushima im März 2011 bleiben unberücksichtigt, Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Landesregierung auf Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion. Demnach sind aktualisierte Empfehlungen der Strahlenschutzkommission nach wie vor nicht umgesetzt. Das betrifft etwa die Evakuierungszonen um die Atomkraftwerke Emsland und Grohnde. So sollen in einem Radius von fünf statt bisher zwei Kilometern sämtliche Anwohner binnen sechs Stunden evakuiert werden. Laut Landesregierung ist eine Umsetzung der neuen Richtlinien in Niedersachsen bis 2020 geplant.

Christian Meyer, Vize-Fraktionschef der Grünen, warf der Regierung Trödelei vor. "Das ist fahrlässig und Verschleppung mit Ansage." Er verwies darauf, dass die Umsetzung "gerade noch rechtzeitig" vor Abschaltung der beiden Meiler in den Jahren 2021 und 2022 erfolge. Eine Sprecherin des Landkreises Emsland bestätigte, dass das Land die Rahmenempfehlungen der Kommission noch nicht für anwendbar erklärt habe. "Bis dahin sind für die Unteren Katastrophenschutzbehörden die vorherigen Empfehlungen der Kommission bindend." Laut "NOZ" sollen die neuen Vorgaben in Bayern und Baden-Württemberg bereits gelten. Auch hier sind noch jeweils zwei Meiler am Netz.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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