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Mehr flotte Bienen für Deutschland: Schirmherrin Daniela Schadt freut sich über die Auszeichnung von "Deutschland summt!" als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Archivmeldung vom 10.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Honigbienen vor der Berliner Skyline (Fotomontage). Bild: "obs/Zentrum der Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ZUK/Deutschland summt!"
Honigbienen vor der Berliner Skyline (Fotomontage). Bild: "obs/Zentrum der Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ZUK/Deutschland summt!"

Das Projekt "Deutschland summt!" wirbt in vier großen Städten mit der Biene als Botschafterin für mehr Stadtnatur. In Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und München summen Bienen an prominenten Standorten und machen auf die Gefährdung der Honig- und Wildbiene aufmerksam. Damit möchten die Initiatoren des Projektes erreichen, dass mehr bienenfreundliche Lebensräume als Oasen der biologischen Vielfalt in der Stadt geschaffen werden. "Ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der heimischen Natur" befand die achtköpfige Fachjury des UN-Dekade-Wettbewerbs. Daher erhält das Projekt heute die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Mittlerweile summen Bienenvölker auf den Dächern von insgesamt 24 repräsentativen Gebäuden, wie zum Beispiel dem Berliner Dom oder der Münchner Pinakothek. Aber neben der Aufmerksamkeit, benötigen die Bienen handfeste Unterstützung. Auf den Webseiten von "Deutschland summt!" erfährt man, wie jeder einzelne der Honigbiene und der bedrohten Wildbiene beim Überleben helfen kann. Dabei reichen die Tipps von der naturnahen Gestaltung des eigenen Gartens bis hin zum Basteln eines Wildbienenhotels. Im Rahmen eines Wettbewerbs zeichnet "Deutschland summt!" den bienenfreundlichsten Garten aus. Für Schulen gibt es einen Bienenkoffer, mit dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Welt der Bienen entdecken können. Eine Wanderausstellung informiert über die Bedeutung der Bienen als Bestäuber von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen und darüber, warum sie gefährdet sind. Und man lernt, dass es eigentlich ganz einfach ist, Lebensräume für die vielen bedrohten Wildbienenarten zu erhalten oder zu gestalten.

Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, freut sich als Schirmherrin von "Deutschland summt!" sehr über die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. "Die Initiative "Deutschland summt!" bringt Kulturschaffende, Unternehmen, Wissenschaft, Medien, Balkon- und Gartenbesitzer zusammen. Dadurch ist eine sehr heterogene aber starke Lobby für die Honigbiene, die Wildbiene und damit für die biologische Vielfalt entstanden. Gerade die unterschiedlichen Akteure verdeutlichen, dass es unser aller Anliegen sein sollte, der Natur einen Raum zu geben. Denn auch wir Stadtmenschen sind Teil der Natur. Und das macht uns "Deutschland summt!" mit dem emsigen Einsatz bewusst. Ich gratuliere zur Auszeichnung!"

Überreicht wird die Auszeichnung heute bei einem Festakt in dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V in Berlin von Prof. Dr. Burkhard Schricker an die Initiatoren des Projektes Dr. Corinna Hölzer und Cornelis F. Hemmer. Schricker forscht seit vielen Jahren an der Freien Universität Berlin über Bienen und gilt als Pionier der Stadtimkerei. "Die Zahl der Bienenvölker ist seit den neunziger Jahren durch den Einsatz von Pestiziden und den Ausbau von Monokulturen dramatisch zurückgegangen. sodass mittlerweile die Hälfte aller Wildbienenarten bestandsgefährdet ist. Daher brauchen wir Projekte wie "Deutschland summt!". Summen Sie mit!" so Schricker in seiner Laudatio.

Quelle: Zentrum der Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ZUK (ots)

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