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Zurück in die Natur – vorasiatische Leoparden werden im Kaukasus heimisch

Archivmeldung vom 28.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: ru.wikipedia.org/Marcel Burkhard/сс-by-sa 3.0 - STIMME RUSSLANDS
Bild: ru.wikipedia.org/Marcel Burkhard/сс-by-sa 3.0 - STIMME RUSSLANDS

Nach der Winterolympiade in Sotschi wird im Westkaukasus eine Population des vorasiatischen (mittelasiatischen) Leoparden ausgesiedelt. Ihre Wiederherstellung in der wilden Natur ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Dessen ungeachtet wird dieses Programm, das 2009 von Russlands Präsident Wladimir Putin initiiert worden war, erfolgreich umgesetzt. Das berichtet Oleg Nechaj bei Radio "Stimme Russlands".

Weiter heißt es dort: "Das Projekt ist vor vier Jahren gestartet worden, und heute gibt es schon merkbare Ergebnisse. Unlängst haben die in den Kaukasus gebrachten Leoparden vier sympathische Kätzchen bekommen. Jetzt tollen sie in einer Voliere umher, aber in anderthalb Jahren werden sie in die freie Natur entlassen. Die ersten Leoparden kamen aus Turkmenien in das Zuchtzentrum, später aus dem Iran. Die Schwierigkeit liegt darin, dass außer der gewöhnlichen Pflege dieser Tiere der Charakter eines jeden Exemplars untersucht werden muss, besonders im Hinblick auf die Paarung für die Erzeugung von Nachwuchs. Dieses Raubtier ist ziemlich kompliziert, erzählt Umar Semjonow, der Leiter des Zentrums für die Zucht und Rehabilitierung des vorasiatischen Leoparden beim Nationalpark Sotschi:

„Als wir die ersten Tiere aus der Natur nahmen – iranische Weibchen und turkmenische Männchen –, war es sehr schwierig, sie zu paaren, weil die Tiere aus der Freiheit in ein künstliches Milieu kamen und deshalb einem sehr großen Stress ausgesetzt waren. Unsere Aufgabe war es, sie behutsam aus diesem Zustand herauszuführen und ihnen angenehme Bedingungen zu schaffen, damit sie sich sicher fühlen konnten. Erst danach gelang es, ein paar Schritte in Richtung Paarung zu unternehmen. Dieser Prozess dauerte lange, fast 2,5 Jahre. Aber schließlich hatten wir Erfolg: die Katzen haben sich eingewöhnt, sich angefreundet. Sie fingen an, sich zu umwerben, und dann kam der Nachwuchs.

Dann bekam auch das Leopardenpaar aus dem Zoo in Lissabon, das sich zu den Neusiedlern hinzugesellte, Junge. In diesem Fall gab es keine Probleme mit der Geburt der kleinen Katzen.“

Nach Ansicht des Experten ist es sehr nützlich, für die Wiederherstellung einer Population Leoparden aus verschiedenen Ländern zu verwenden. Da es in einer Population zu Kreuzungen kommt, degradieren die Katzen. Das Erscheinen neuer Tiere, besonders unter Berücksichtigung der aktiven Integration des Projekts in ein internationales Programm, garantiert die Aufrechterhaltung der Reinheit dieser Tierart. In den nächsten Jahren werden in Russland auch andere Programme zur Wiederherstellung von Populationen seltener Tierarten umgesetzt, sagt Igor Tschestin, der Direktor der russischen Vertretung des WWF (World Wide Fund For Nature):

„Wir haben noch den Fernost-Leoparden, der im Gebiet Primorje lebt. Da ist die Situation besser, wenn auch ziemlich besorgniserregend. Soll heißen: Mit der Schaffung des Nationalparks „Land des Leoparden“ ist die Zahl der Exemplare auf etwa 50 angewachsen. Aber das ist trotzdem viel zu wenig. Deshalb ist auch dort die Zucht von Leoparden zur Aussiedlung in die Natur geplant.“

Das Programm zur Regeneration des vorasiatischen Leoparden wird vom russischen Ministerium für Naturressourcen und Ökologie unter Teilnahme des Nationalparks Sotschi, des Naturschutzparks Kaukasus, des WWF und des Moskauer Zoos realisiert."

Quelle: Text Oleg Nechaj - „Stimme Russlands"

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