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Deutschlandwetter im September 2009

Archivmeldung vom 02.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nach heißem Beginn und einer kurzen Regenperiode setzte sich ab dem 6. bis zum Monatsende vorwiegend ruhiges und freundliches Altweibersommerwetter durch. So präsentierte sich der September sonnenscheinreich, trocken und gegenüber dem vieljährigen Mittel zu warm.

Diese Bilanz zog der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Daten seiner rund 2 100 Messstationen in Deutschland.

Nach heißem Beginn meist angenehme Temperaturen

Im Gegensatz zum Vorjahr verlief der September 2009 in Deutschland recht warm: Mit durchschnittlich 14,7 Grad Celsius (°C) lag er um 1,4 Grad über dem vieljährigen Klimawert. Der Sommer erreichte am 1. des Monats einen letzten markanten Höhepunkt: Verbreitet kletterte das Quecksilber nochmals deutlich über 30°C. Seehausen in der Altmark meldete dabei mit 33,8°C den Spitzenwert. An zahlreichen Stationen konnten die alten Rekorde für Septembertemperaturen überboten werden, die teilweise noch aus dem denkwürdigen Jahr 1947 stammten. Regengebiete brachten anschließend eine merkliche Abkühlung, doch ab dem 6. herrschte bereits wieder meist angenehmes Altweibersommerwetter mit frischen Nächten aber warmen Tagen. Ganz vereinzelt traten erste geringe Fröste auf, z.B. am 26. in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -0,5°C.

Lange Trockenperioden und kurze Regenphasen

Dem deutlich zu trockenen August folgte auch ein sehr regenarmer September: Das bundesweite Soll von 61 Litern pro Quadratmeter (l/m²) wurde mit 42 l/m² lediglich zu 69 Prozent erfüllt. Die trockenste Region erstreckte sich vom mittleren Oberrhein über den Norden von Schwarzwald und Schwäbischer Alb bis hin zur Fränkischen Alb. Neubulach-Oberhaugstett, bei Calw im Nordschwarzwald, erhielt dabei mit 13,6 l/m² den wenigsten Niederschlag. Die Regenperioden konzentrierten sich auf einige Tage zwischen dem 1. und 5. sowie den 13. und 14. In einem Streifen vom Saarland bis nach Thüringen konnte dabei das Niederschlagssoll erfüllt werden. Überhaupt war Thüringen das mit Abstand nasseste Bundesland. Während hier der mittlere Klimawert sogar um 47 Prozent überschritten wurde, blieben alle anderen Bundesländer zu trocken. Der meiste Regen fiel mit 117,4 l/m² auf dem Kleinen Inselsberg im Thüringer Wald, wo am 14. mit 49,4 l/m² auch die größte Tagesmenge zustande kam.

Vor allem im Osten sonnenscheinreich

Besonders beim Sonnenschein zeigte sich der typische Altweibersommer: Der September übertraf mit 170 Stunden das vieljährige Klimamittel von 149 Stunden um 14 Prozent. Die sonnenscheinreichsten Stationen lagen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg: Arkona mit 228 Stunden und Müncheberg bei Berlin mit 226 Stunden. Die sonnenscheinärmeren Gebiete befanden sich dagegen in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Bad Hersfeld kam nur auf 128 und Arnsberg-Neheim bei Dortmund auf 129 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im September 2009 (In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Die durchschnittliche Temperatur lag in Schleswig-Holstein bei 14,6°C (13,2°C), in Hamburg bei 15,1°C (13,7°C). Der deutlich zu trockene September brachte in Schleswig- Holstein nur 43 l/m² (75 l/m²) und in Hamburg nur 31 l/m² (69 l/m²). In Schleswig-Holstein wurden 171 Sonnenstunden (145 Stunden), in Hamburg 172 Stunden (140 Stunden) verzeichnet.

Niedersachsen und Bremen: Niedersachsen kam im September auf ein Temperaturmittel von 14,7°C (13,5°C), Bremen auf 15,1°C (13,7°C). Die Niederschlagsmenge lag in Niedersachsen mit 39 l/m² (61 l/m²) und in Bremen mit 25 l/m² (63 l/m²) weit unter dem langjährigen Klimawert, wodurch Bremen sogar zum trockensten Bundesland wurde. Das Sonnenscheinsoll wurde dagegen in Niedersachsen mit 156 Stunden (137 Stunden) und in Bremen mit 164 Stunden (136 Stunden) überschritten.

Mecklenburg-Vorpommern: Hier kam der September auf 15,0°C (13,3°C). Mit 35 l/m² wurde das Niederschlagssoll (51 l/m²) um 33 Prozent verfehlt. Die Sonnenscheindauer lag mit 197 Stunden um 24 Prozent über dem Schnitt (159 Stunden). Arkona konnte mit 228 Stunden erneut als sonnenscheinreichste deutsche Station glänzen.

Brandenburg und Berlin: Berlin mit 15,8°C (14,1°C) und Brandenburg mit 15,4°C (13,8°C) waren im September die wärmsten Bundesländer. Beim Sonnenschein rangierten Brandenburg mit 199 Stunden (154 Stunden) und Berlin mit 209 Stunden (157 Stunden) ebenfalls an der Spitze. Sehr viel Sonnenschein erhielt die Station Müncheberg, östlich von Berlin, mit 226 Stunden. Mit 31 l/m² (42 l/m²) in Brandenburg und mit 35 l/m² (45 l/m²) in Berlin belegten die beiden Bundesländer beim Niederschlag dagegen eher hintere Plätze.

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt gehörte mit einer Durchschnittstemperatur von 15,1°C (13,7°C) zu den wärmeren Bundesländern. Der deutsche Rekordhalter in diesem Monat hieß Seehausen in der Altmark, gemessen am 1. mit 33,8°C. Mit 38 l/m² Regen fielen immerhin 89 Prozent des vieljährigen Klimawertes (43 l/m²). Die Sonne schien im Durchschnitt 174 Stunden lang (145 Stunden).

Sachsen: Die Mitteltemperatur lag bei 14,9°C (13,4°C). In Deutschneudorf-Brüderwiese trat am 26. mit -0,5°C bereits der erste Frost auf. Das Niederschlagssoll (56 l/m²) wurde mit durchschnittlich 40 l/m² zu 72 Prozent erfüllt. Beim Sonnenschein landete Sachsen mit 179 Stunden deutlich über dem langjährigen Mittel (144 Stunden).

Thüringen: In Thüringen war es mit 14,2°C (12,8°C) deutschlandweit am kältesten. Während alle anderen Bundesländer im September ein Niederschlagsdefizit aufwiesen, fielen in Thüringen mit 72 l/m² (49 l/m²) 147 Prozent des Solls. Auf dem Kleinen Inselsberg im Thüringer Wald wurde deutschlandweit mit 49,4 l/m² am 14. die größte Tagesmenge und mit 117,4 l/m² auch die größte Monatsmenge gemessen. Thüringen gehörte mit 154 Stunden (147 Stunden) zu den sonnenscheinärmeren Bundesländern.

Nordrhein-Westfalen: Dieses Bundesland meldete im Mittel eine Temperatur von 14,7°C (13,7°C). Die durchschnittliche Regenmenge betrug 48 l/m² (69 l/m²). Mit 147 Stunden (135 Stunden) war Nordrhein- Westfalen das sonnenscheinärmste Bundesland. Arnsberg-Neheim, östlich von Dortmund, kam nur auf eine Monatssumme von 129 Stunden.

Hessen: In Hessen wurde mit 14,4°C (13,2°C) die zweitkälteste Durchschnittstemperatur registriert. Die Niederschlagsmenge summierte sich auf rund 48 l/m² (56 l/m²) und beim Sonnenschein belegte dieses Bundesland mit 151 Stunden (144 Stunden) den vorletzten Rang. Bad Hersfeld in Osthessen war mit 128 Stunden sogar die sonnenscheinärmste deutsche Station.

Rheinland-Pfalz: Die Durchschnittstemperatur überstieg mit 14,9°C das Mittel (13,5°C) um 1,4 Grad und die Regenmenge lag mit 37 l/m² deutlich unter dem langjährigen Klimawert (56 l/m²). Die Sonne zeigte sich 158 Stunden (148 Stunden).

Saarland: Im Saarland kam die mittlere Temperatur im September auf 14,7°C (13,7°C). Bei den Niederschlägen fehlten dem zweitnassesten Bundesland mit 54 l/m² noch 19 Prozent zum Soll (66 l/m²). Die Sonnenscheindauer lag dagegen mit 178 Stunden (162 Stunden) um 10 Prozent darüber.

Baden-Württemberg: Hier endete der Monat mit durchschnittlich 14,7°C (13,3°C). In Stuttgart-Neckartal kletterte das Quecksilber am 1. auf 33,7°C, den zweithöchsten Wert im September 2009. Baden-Württemberg war mit einem Mittel von 30 l/m² (65 l/m²) das zweittrockenste Bundesland. Hier lag auch die niederschlagsärmste deutsche Station Neubulach-Oberhaugstett, südlich von Calw im Nordschwarzwald, wo nur 13,6 l/m² zustande kamen. Mit 183 Stunden (168 Stunden) schien die Sonne leicht überdurchschnittlich.

Bayern: In diesem Bundesland betrug die Mitteltemperatur 14,5°C (12,8° C). Die durchschnittliche Regenmenge kam nicht über 45 l/m² (70 l/m²) hinaus. In Eichstätt-Landershofen an der Altmühl registrierte man lediglich 14,7 l/m², Oy-Mittelberg-Petersthal südöstlich von Kempten kam dagegen auf 111,7 l/m². Mit 182 Stunden wurde das Sonnenscheinsoll (160 Stunden) um 14 Prozent übertroffen. 

Quelle: DWD

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