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"LET IT ponGO" auf dem Hessentag

Archivmeldung vom 05.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Greenpeace
Bild: Greenpeace

Stündlich werden in Indonesien 300 Fußballfelder an Urwald vernichtet. Die Nachfrage nach Palmöl vernichtet die Heimat der Orang-Utans (Pongo) und trägt zu deren Aussterben bei. Das Marburger Projekt Greenpeace Urwaldpostamt ist bereits seit April mit einer an die Verantwortlichen gerichteten Protestaktion quer durch Deutschland unterwegs und macht seit dem 28.Mai bis morgen den 6. Juni auf der Hessentagsstraße in Stadtallendorf Station.

Hauptadressat der Briefaktion "Palmöl - dicker als Blut, Frau Merkel?" ist neben Kanzlerin Merkel auch auch die staatlich geförderte DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Auf dem Hessentag können Besucher neben dem Schreiben von Protesten auch am Buttoncontest "LET IT ponGO" teilnehmen. Auch werden Hessentags-Button im Motiv "LET IT ponGO" kostenlos an die Besucher ausgegeben.

"Mit "LET IT ponGO" geht seit Freitag die Post ab auf der Hessentagsstraße," so Achim Gresser, Sprecher des Greenpeace Urwaldpostamtes. "Die Hessentags- Button mussten wir bereits am ersten Wochenende direkt am Stand schon nachproduzieren. Auch freuen wir uns über die Zusendung weiterer Pongo-Entwürfe für den noch bis 30. Juni laufenden Buttoncontest. Sogar der erste Entwurf aus Indonesien hat uns jetzt erreicht. Infos und Anleitung zum Mitmachen gibt es unter www.urwaldpostamt.de/buttoncontest."

Die Zerstörung der Urwälder hat Indonesien bereits zum drittgrößten CO2-Emittenten der Welt gemacht. Die KfW-Tochter DEG hat der indonesischen Firmengruppe Sinar Mas Kredite in Höhe von 42 Millionen Dollar gewährt, wovon 32 Millionen noch offen sind. Sinar Mas ist der größte Palmölproduzent in Indonesien. Der Konzern missachtet internationale Standards und indonesisches Recht und hat weitere Expansionspläne in 1,3 Millionen Hektar unberührte Urwaldgebiete. Greenpeace drängt auf eine vorzeitige Rückzahlung des Darlehens und fordert von Bundeskanzlerin Merkel, sich bei der indonesischen Regierung für ein sofortiges Moratorium auf die weitere Umwandlung von Torfwäldern in Ölpalmen- und Akazienplantagen einzusetzen.

"Die ersten über das Greenpeace Urwaldpostamt gesammelten Protest-Briefe übergaben wir bereits Bundestagsabgeordneten der Fraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen. Sie werden sich in Berlin persönlich um eine konkrete Antwort der Kanzlerin bemühen," so Achim Gresser, Sprecher des Greenpeace Urwaldpostamtes. "Inzwischen warten weit über 10.000 Menschen nach persönlicher Anfrage zu Klima- und Urwaldschutz auf Antwort von Kanzlerin Merkel. Deutschland darf weder Kredite an Urwaldzerstörer vergeben, noch durch unverantwortliche Maßnahmen wie die Biokraftstoffquote die Vernichtung der Urwälder in Indonesien unterstützen. Dieser klimapolitische Unsinn muss sofort gestoppt werden."

Auch der Kit-Kat-Hersteller Nestlé war bis vor wenigen Tagen noch Adressat der Briefaktion des Greenpeace Urwaldpostamtes. Nach Unilever und Kraft reagierte aber auch Nestlé als weltgrößter Lebensmittelkonzern endlich auf Urwaldzerstörung in Indonesien und ging auf die Forderungen von Greenpeace ein. Immer mehr Lebensmittelproduzenten setzen damit ein deutliches Signal an die indonesische Palmölindustrie. Greenpeace sorgt dafür, dass sich weitere Konzerne und Branchen für den Schutz der Heimat der Orang-Utans in Indonesien einsetzen.  

Besucher des Hessentags erwartet zusätzlich noch folgende Aktion:

Mehr als 1.000 hölzerne Meerjungfrauen wurden im letzten Jahr gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen während der Greenpeace-Kampagne anlässlich des UN-Klimagipfels in Kopenhagen auf Stadtfesten und Festivals für den 2000-Kilometer-Fußmarsch des Greenpeace Urwaldpostamtes von Konstanz nach Kopenhagen gestaltet - über 100 davon auch von Besuchern des Hessentags in Langenselbold. Mehr als 500 Meerjungfrauen wurden auf dem dreimonatigen Marsch an Bürgermeister und Bundestagsabgeordnete überreicht. Während der Zeit des Hessentags werden jetzt die noch vorhandenen 500 Meerjungfrauen am Greenpeace-Stand in der Hessentagsstrasse aufgestellt und an Besucher abgegeben, die sich direkt am Stand als neues Greenpeace-Fördermitglied eintragen und uns auf diese Weise helfen weiterhin für Klima- und Urwaldschutz aktiv zu bleiben. Auch Aktivisten des Kopenhagen-Laufs werden in Stadtallendorf sein und würden sich freuen, wenn alle Meerjungfrauen im Laufe des Hessentags einen Platz bei einem engagierten Menschen finden würden.  

Quelle: Greenpeace Urwaldpostamt

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