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Stromboli bricht durch überlaufendes Magma aus

Archivmeldung vom 16.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Stromboli: Forscher haben neue Theorie. Bild: pixelio.de, Bernhard Friesacher
Stromboli: Forscher haben neue Theorie. Bild: pixelio.de, Bernhard Friesacher

Die Eruptionen des nördlich vor Sizilien gelegenen Stromboli-Vulkans erfolgen nicht infolge des steigenden Drucks im Magmaherd, sondern durch das Überlaufen der Gesteinsschmelze am Vulkanrand. Das haben Wissenschaftler des Dipartimento delle Scienze delle Terra an der Università di Firenze herausgefunden.

"Bei den aus dem Krater austretenden Lavamassen handelt es sich um Material, das sich im Laufe der Zeit an der Vulkanoberfläche angesammelt hat", erklärt Projektleiter Maurizio Ripepe. Die heiße Lava schwappt dann, ähnlich der Suppe auf einem überfüllten Teller, ab einem gewissen Punkt über oder verschafft sich durch Seitenöffnungen Platz. Deshalb sei die Intensität der Eruption in den Anfangsminuten am größten. Sie nehme dann relativ schnell ab. Um sich wieder aufzufüllen, brauche der Vulkan mehrere Monate oder Jahre.

Ermöglicht wurden die neuen Erkenntnisse durch Daten, angefangen von topografischen Beobachtungen bis hin zu thermischen und seismischen Messungen. Allerdings erlauben die Erkenntnisse keine Vorhersagen darüber, an welcher Stelle sich der Vulkan öffnet und erneut Lava aus den Seitenlöchern fließt. "Falls unser Modell funktioniert, können wir jedoch sichere Aussagen über die Folgen eines Ausbruchs machen", so Pipepe. Je niedriger die Seitenöffnung, desto größer sei die Geschwindigkeit, mit der Lava abfließe.

Erkenntnisse für Zivilschutz

Die Erhebung liefert wertvolle Anhaltspunkte für den italienischen Zivilschutz, da mithilfe von Frühwarnungen eine rechtzeitige Evakuierung der bedrohten Gebiete möglich wird. Zudem können mit der Eruption verbundene Kantenabbrüche und Erdrutsche zu Tsunami-ähnlichen Überschwemmungen der Küstengebiete führen. Dies war 2007 der Fall, als sich am Stromboli 34 Tage lang acht Mio. Kubikmeter Erdreich und Gestein ins Meer ergossen. Details der drei Jahre andauernden Arbeit wurden in "Nature Communications" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com/Harald Jung

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