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Roger Moore nimmt die Grausamkeiten der Foie-gras-Produktion ins Visier

Archivmeldung vom 02.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sir Roger Moore Bild: Soppakanuuna
Sir Roger Moore Bild: Soppakanuuna

Eigentlich hat er seine Karriere als Geheimagent an den Nagel gehängt. Doch für die Tierrechtsorganisation PETA UK geht Roger Moore wieder undercover und prangert die Grausamkeiten auf französischen Stopfleber-Farmen an. Der ehemalige James-Bond-Darsteller setzt sich schon seit Jahren gegen die Tierquälerei in der Stopfleberproduktion ein und bespricht nun neues, mit Hilfe von PETA-Ermittlern aus Deutschland, recherchiertes Videomaterial. Denn obwohl hierzulande ein Produktionsverbot gilt, ist der Verkauf der fragwürdigen „Delikatesse“ in Deutschland weiterhin erlaubt.

„In einer zivilisierten Gesellschaft sollte kein Lebewesen diesen extremen Qualen ausgesetzt sein“, urteilt Roger Moore. Zwar ist die Haltung der Vögel in Einzelkäfigen in der EU seit 2005 verboten, doch viele Betriebe halten sich nicht daran. Die Szenen im Video zeigen deutlich, dass jegliche Form der Stopfleberproduktion reine Tierquälerei darstellt. Besonders erschreckend: Den Vögeln wird der Hals ohne Narkose aufgeschlitzt – und das in einem Betrieb, der sich damit rühmt, die Tiere unter den besten Bedingungen zu halten.

Die „Produktion“ von Stopfleber ist so extrem grausam, dass sie in Deutschland und 13 weiteren europäischen Ländern sowie Argentinien, Südafrika, Israel und der Türkei aus Tierschutzgründen bereits verboten wurde. Mit einem langen Rohr, das ihnen gewaltsam in die Speiseröhre gestoßen wird, werden die Tiere „gestopft“, sodass die Leber in nur zwölf Tagen auf das Zehnfache ihres normalen Gewichts anschwillt. Die Zwangsmast der Vögel führt zu einer Verfettung (Steatose) der Leber. Nebenwirkungen sind Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und schließlich Herzversagen.

Immer mehr Hotels haben Stopfleber bereits ausgelistet, darunter auch das Adlon Kempinski in Berlin. Die weltgrößte Ernährungsmesse Anuga nahm Stopfleber aus dem Warenverzeichnis und im Juli trat ein Produktions- und Verkaufsverbot von Stopfleber in Kalifornien in Kraft. Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter neben Sir Roger Moore, Schauspielerin Kate Winslet, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Formel-1-Erbin Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link und Gastronomieberaterin Eva-Miriam Gerstner.

Sir Roger Moors Brief an Horst Seehofer als PDF-Datei

Quelle: PETA Deutschland e. V.

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