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Afrika: Forscher entdecken nie zuvor auf der Erde gesehene Mineralien in Meteoritenprobe

Archivmeldung vom 03.12.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.12.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Meteorit

Ein gewaltiger Meteorit, der 2020 in Somalia entdeckt wurde, birgt eine "phänomenale" Entdeckung in sich: zwei neue Mineralien und möglicherweise ein drittes, die alle nicht auf der Erde vorkommen. Bei den entdeckten Mineralien soll es sich um Verbindungen aus Eisen, Phosphor und Sauerstoff handeln. Dies meldet RT DE.

Weiter schreibt RT DE: "Forscher der Universität Alberta, Kanada, haben in Somalia eine "phänomenale" Entdeckung gemacht. In einem in der Nähe der Stadt El Ali bereits vor Jahren niedergegangenen Eisenmeteoriten fanden sie gleich zwei neue Minerale – und erste Hinweise auf ein drittes. Die neuartigen Verbindungen aus Eisen, Phosphor und Sauerstoff wurden bei der Analyse eines nur 70 Gramm schweren Scheibchen des 16,5 Tonnen schweren Meteoriten "El Ali" nachgewiesen, der zu den größten jemals auf der Erde gefunden Meteoriten gehört.

Offiziell entdeckt wurde der Meteorit, der von den Einheimischen "Nightfall" und von westlichen Wissenschaftlern "El Ali" genannt wird, bereits im Jahr 2020. Die Einheimischen behaupten jedoch, dass ihnen das außerirdische Gestein schon vor "fünf bis sieben Generationen" bekannt gewesen sei. Getauft wurden die neuartigen Eisenminerale "Elaliit" und "Elkinstantonit". Sie ähneln Verbindungen, die auf der Erde zuvor nur im Labor erzeugt worden waren. 

Die Namensgebung "Elaliit" erinnert an die Stadt El Ali, in deren Nähe das Gestein herunterkam. Die Bezeichnung "Elkinstantonit" ist eine Hommage an Lindy Elkins-Tanton, die leitende Forscherin der Psyche-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA, bei der ein Raumschiff zu dem metallreichen Asteroiden Psyche, benannt nach der Göttin, geschickt werden soll. Um die dem Meteoriten entnommene Probe klassifizieren zu können, schickte das Forscherteam das nur 70 Gramm schwere Stück Gestein an die Meteoritensammlung der Universität von Alberta. Erst dort bemerkte Professor Dr. Chris Herd, der Kurator der Sammlung, "ungewöhnliche" Mineralien in dem Gestein.

Daraufhin beauftragte er seinen Kollegen Dr. Andrew Locock, den Leiter des Elektronenmikrosondenlabors der Universität, die Probe zu untersuchen. Es war Locock, der feststellte, dass der Meteorit zwei neue Mineralien enthält. Die Bestätigung des dritten potenziellen Minerals steht noch aus. "Das war phänomenal", wird Herd in einer von der Universität veröffentlichten Pressemitteilung zitiert. Zwar seien in den 1980er Jahren bereits ähnliche Minerale im Labor erzeugt worden, dies sei aber das erste Mal, dass sie in der Natur auftauchten.

"Jedes Mal, wenn man ein neues Mineral findet, bedeutet das, dass die tatsächlichen geologischen Bedingungen, die Chemie des Gesteins, anders waren als das, was bisher gefunden wurde", heißt es in der Mitteilung weiter. "Das macht die Sache so spannend: In diesem speziellen Meteoriten gibt es zwei offiziell beschriebene Mineralien, die für die Wissenschaft neu sind." Herd merkte an, dass der Fund dazu beitragen könnte, herauszufinden, wie das "Labor der Natur" funktioniert. Die Erforschung dieser Mineralien wird nun fortgesetzt – in der Hoffnung, dass ihre Entdeckung zu neuen Anwendungen in der Wissenschaft und im Alltag führen könnte.

"Das ist mein Fachgebiet – wie man mehr über die geologischen Prozesse und die geologische Geschichte des Asteroiden herausfindet –, von dem dieses Gestein einst ein Teil war", so Herd. "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal an der Beschreibung ganz neuer Mineralien beteiligt sein würde, nur weil ich an einem Meteoriten arbeite. Die Arbeit an dem Meteoriten könnte jedoch auf die einzige Probe beschränkt bleiben. Laut Herd sei der Rest des Meteoriten nach China gebracht worden. Deshalb sei unklar, ob die Forscher in der Lage sein werden, weitere Proben zu erhalten."

Quelle: RT DE

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