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Niedersachsens Umweltminister: Abschuss von Wölfen an Deichen erleichtern

Freigeschaltet am 12.02.2020 um 06:49 durch Andre Ott
Wolffamilie / Wölfe (Symbolbild)
Wolffamilie / Wölfe (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Vor der Debatte über die Bejagung von Wölfen an diesem Freitag im Bundesrat fordert Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) einen leichteren Abschuss von Wölfen entlang der Deiche in Norddeutschland. Der SPD-Politiker sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Hier geht es auch um die Sicherheit der Menschen. Weidetierhaltung auf Deichen ist ein wichtiger Bestandteil des Küstenschutzes."

Bislang würden aber auch in diesen Regionen die gleichen hohen Auflagen für die Bejagung von Problemwölfen gelten wie im Hinterland. "Wir können Schafe auf dem Deich nicht mit meterhohen Zäunen schützen. Hier müssen wir Prävention gegen Wolfsangriffe neu denken", forderte der SPD-Politiker. Er plädierte für rechtliche Ausnahmen speziell für Deichgebiete. "Wenn ein Wolf auffällig wird, weil er Schafe attackiert hat, müssen wir in der Lage sein, ihn rechtssicher und zeitnah zu töten", so Lies. Er reagierte damit auf mehrere Vorfälle in den vergangenen Monaten, bei denen Wölfe Schafe in unmittelbarer Nähe von Deichen attackiert haben sollen.

Am Freitag steht die sogenannte Lex Wolf auf der Tagesordnung des Bundesrates. Mit der Abänderung des Bundesnaturschutzgesetzes soll die Bejagung von Problemwölfen erleichtert werden, die mehrfach nachweislich Nutztiere gerissen haben. Lies sprach von einem "Kleinstschritt in die richtige Richtung." Neben weiteren Erleichterungen für Deichlandschaften plädierte Lies auch für eine Steuerung der Wolfspopulation. "Frankreich macht es uns vor", warb der Minister. Hier würde das Anwachsen der Population durch gezielte Bejagung abgebremst. Lies warb dafür um Zustimmung der anderen Bundesländer: "Wir in Niedersachsen wissen, wovon wir sprechen, der Wolf kostet uns viel Geld und Nerven." Früher oder später werde es jedes Bundesland in Deutschland treffen. "Darauf sollten alle vorbereitet sein."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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