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Neue PETA-Recherche auf Hundeplätzen: Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. verwendet offensichtlich verbotene Teletaktgeräte

Archivmeldung vom 12.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Diensthund, der augenscheinlich ein Telereizgerät trägt
Diensthund, der augenscheinlich ein Telereizgerät trägt

Foto: TheHidden
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Strafanzeige gegen führende Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. (SV): Kurz vor Auftakt der Bundessiegerprüfung in Göttingen am 13. September 2013 hat PETA Deutschland e.V. bei den Staatsanwaltschaften Köln und Wuppertal Strafanzeigen gegen mehrere Mitglieder eines der ältesten Hundezuchtvereine Deutschlands gestellt. Der Vorwurf: Verwendung tierschutzwidriger Elektroreizgeräte zur Hundeerziehung.

Umfangreiche Videoaufnahmen aus verdeckten Ermittlungen der Tierrechtsorganisation zeigen, wie Mitglieder des SV auf Trainingsplätzen mit Teletaktgeräten arbeiten, darunter auch Teilnehmer der Bundessiegerprüfung. Es ist davon auszugehen, dass die Betroffenen vorsätzlich und bewusst handeln. Der Einsatz von Elektroreizgeräten zur Erziehung von Hunden ist gemäß § 3 Nr. 11 TierSchG verboten. PETA fordert die Veranstalter der Bundessiegerprüfung nun auf, die betroffenen Hundehalter - entsprechend der Statuten - von der Veranstaltung zu disqualifizieren.

"Hunde mit Teletaktgeräten zu trainieren, verstößt gegen das Tierschutzgesetz - eine Tatsache, die den überprüften Mitgliedern des SV absolut bewusst ist", so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA Deutschland e.V. "Mutmaßliche Tierquäler müssen von der Bundessiegerprüfung disqualifiziert und aus dem Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. ausgeschlossen werden."

Teletaktgeräte sind Elektroimpulsgeber. Sie bestehen aus einem Handsender und einem Hundehalsband mit einem Funkwellenempfänger, der auf Knopfdruck elektrische Impulse erzeugt. So können Hunde über große Distanz per Stromstoß "bestraft" werden.

Das Tierschutzgesetz verbietet den Einsatz von Elektroreizgeräten in der Hundeerziehung explizit, da Stromimpulse die Tiere erheblichen Leiden aussetzen. Auch wenn das Reizgerät nicht mit Stromstößen genutzt wird, kann der Anblick des Teletaktgeräts mit einem Schmerz- und Leidensgefühl in Verbindung gebracht werden. Der SV spricht sich offiziell gegen die Nutzung von Teletaktgeräten aus. Die aktuelle PETA-Recherche setzt eine frühere Ermittlung zur tierschutzwidrigen Zucht bei SV-Hundezüchtern fort. Der Verein Deutscher Schäferhunde ist dem VDH angeschlossen.

Quelle: PETA Deutschland e.V. (ots)

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