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Umfrage: Mehrheit der Deutschen spricht sich für CO2-Steuer aus

Archivmeldung vom 09.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Zweifel und Zweifeln
Zweifel und Zweifeln

Bild: Eigenes Werk /OTT

Eine Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger befürwortet eine Steuer auf CO2, 39 Prozent sprechen sich dagegen aus. Das ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage von Yougov im Auftrag des "Handelsblatts". Allerdings gab es keine Mehrheit für eine uneingeschränkte Besteuerung von Kohlendioxid.

Den 653 Umfrageteilnehmer wurde folgende Frage gestellt: "Sollte Ihrer Meinung nach eine CO2-Steuer, also die höhere Besteuerung von Kraftstoffen, Heizöl und Erdgas, um so den Ausstoß von Treibhausgasen zu drücken, eingeführt werden?". Daraufhin antworteten 14 Prozent uneingeschränkt mit "Ja". Zehn Prozent waren der Meinung "Ja, aber nur wenn Bürger mit geringen Einkommen keine Mehrkosten tragen".

Weitere 18 Prozent gaben an "Ja, aber nur wenn Bürger mit mittleren und geringeren Einkommen keine Mehrkosten tragen." Weitere 13 Prozent waren der Meinung "Ja, aber nur wenn sich diese auf Unternehmen beschränkt". 6 Prozent der Umfrageteilnehmer kreuzten "Weiß nicht" an oder machten keine Angabe. Die Frage nach einer höheren Bepreisung von CO2 beschäftigt derzeit auch die Politik. Vergangenen Freitag hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ihre Pläne für eine mögliche CO2-Steuer vorgestellt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich hingegen gegen eine solche Steuer gestellt. Ziel einer möglichen CO2-Steuer ist es, dass Treibhausgas teurer zu machen, um so Anreize für umweltfreundlicheres Verhalten zu setzen. Schulzes Pläne sehen zusätzlich eine "Umweltprämie" vor, über die Bürger mit geringem Einkommen im Gegenzug entlastet werden sollen.

Mit 653 Teilnehmern ist die Umfrage nicht repräsentativ. Dazu hätten mindestens 1.000 Menschen befragt werden müssen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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