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Helau ohne Wauwau: Umzüge an Fastnacht sind kein Spaß für Hunde

Archivmeldung vom 05.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Rheinischer Karnevalsumzug in Koblenz
Rheinischer Karnevalsumzug in Koblenz

Foto: Urheber
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die einen feiern Karneval, die anderen Fastnacht oder Fasching. Aber was alle Regionen in der 5. Jahreszeit vereint: Die närrischen Tage sind ein Fest für Menschen - bei Tieren hört der Spaß oft auf. Hunde können Umzüge und ausgelassene Partys als sehr stressig erleben, deshalb empfiehlt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), Vierbeiner lieber zuhause zu lassen.

"Wenn die Umzüge mit ihren Trommeln und Trompeten durch die Straßen ziehen, kann das für Hunde mit ihrem sensiblen Gehör besonders unangenehm werden. Die wummernde Musik von den Festwagen, die vielen 'Helau' oder 'Alaaf' rufenden Menschen sind für manches Tier äußerst verwirrend", erklärt Selina Zang, Heimtierexpertin beim ZZF. Die Gefahr bestehe, dass Vierbeiner sich in Panik losreißen und weglaufen.

Im dichten Gedränge können Hunde auch übersehen und versehentlich auf die Pfoten getreten werden. Häufig liegen während eines Umzugs Glasscherben und andere scharfkantige Gegenstände auf der Straße, die zu Verletzungen an den Pfoten führen können. Die bei kleinen und großen Menschen beliebten "Kamelle" bergen das Risiko, dass Hunde die Süßigkeiten inklusive Verpackung unbemerkt vom Boden fressen, was Magenschmerzen, im schlimmsten Fall auch Vergiftungen zur Folge haben kann.

Der ZZF rät zudem, auf Kostüme für Hunde, Katzen und andere Tiere (nicht nur) in der närrischen Zeit zu verzichten: Die Verkleidung ist nur für den Menschen amüsant und die Vermenschlichung der Tiere darüber hinaus nicht artgerecht. "Als Pirat oder Prinzessin fühlen sich viele Tiere unwohl, besonders wenn sie ausstaffiert sind mit Accessoires, die wackeln oder Geräusche von sich geben", macht Zang deutlich.

Kostüme können die Tiere in ihrer freien Bewegung behindern oder, wenn zum Beispiel Schwanz und Ohren bedeckt sind, ihre Kommunikation mit Artgenossen stören. Abhängig vom Material und der Reibung am Körper könnten, so Zang, bestimmte Kostüme auch Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Im Alltag ist funktionelle Kleidung für Hunde durchaus notwendig, etwa als Kälteschutz für Hunde ohne Unterwolle und für alte oder kranke Hunde. Kostüme, die ausschließlich der Verkleidung dienen, stellen aber einen vermeidbaren Stressfaktor dar.

Wer Karneval, Fastnacht oder Fasching tiergerecht feiern möchte, sollte seine Lieblinge also nicht Stress und Gefahren bei Umzügen aussetzen - und auch nicht verkleiden.

Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) (ots)

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