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Tiger tötet Dompteur in mexikanischem Zirkus

Archivmeldung vom 04.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der Tiger (Panthera tigris) ist eine in Asien verbreitete Großkatze. Er ist die größte aller lebenden Katzenarten und aufgrund des charakteristischen dunklen Streifenmusters auf goldgelbem bis rotbraunem Grund unverwechselbar.
Der Tiger (Panthera tigris) ist eine in Asien verbreitete Großkatze. Er ist die größte aller lebenden Katzenarten und aufgrund des charakteristischen dunklen Streifenmusters auf goldgelbem bis rotbraunem Grund unverwechselbar.

Foto: Ramakrishnan
Lizenz: CC-BY-SA-2.5
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nachdem ein Tiger am Samstagabend in Mexiko einen Dompteur vor den Augen des Publikums tödlich verletzt hat, erneuert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Forderung nach einem Wildtierverbot in deutschen Zirkussen. „Wildtiere wie Löwen, Tiger, Elefanten und Bären sind höchst anspruchsvoll in der Haltung und potentiell sehr gefährlich, nicht nur für Tiertrainer, sondern auch für Zirkusbesucher“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Sie gehören sowohl aus Tierschutzsicht als auch aus Sicherheitsgründen nicht in einen Zirkus.“ Der Vorfall ereignete sich laut dpa-Meldung in Etchojoa, im nordwestlichen Bundesstaat Sonora. Der 35-jährige Dompteur Alexander Crispín Suárez wurde vom Tiger am Hals schwer verletzt.

„Wildtiere können unter Zirkusbedingungen weder artgemäß gehalten werden, noch bieten Käfigwagen, Elektrozäune oder transportable Gehege genügend Sicherheit“, erklärt Dr. Stephany weiter. In den letzten Jahren hat VIER PFOTEN in Deutschland 74 entkommene Zirkustiere gezählt sowie 24 Vorfälle, bei denen Mensch oder Tier in Gefahr gebracht wurden. „Wie der Unfall in Mexiko zeigt, ist ein Wildtierverbot im Zirkus in Deutschland auch aus Sicherheitsgründen dringend notwendig. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unternimmt seit Jahren zu wenig, um den Schutz von Wildtieren im Zirkus zu verbessern. Zwar wurde in das jüngst novellierte Tierschutzgesetz auf Druck der Bundesländer die Möglichkeit eines Verbots einzelner Tierarten aufgenommen. Der neue Paragraph legt jedoch enorm hohe Hürden an und ein Verbot beispielsweise von Großkatzen ist derzeit nicht geplant“, stellt Dr. Stephany klar.

Der traurige Vorfall in Mexiko reiht sich in eine lange Liste von gefährlichen Situationen ein, die im Zusammenhang mit Zirkustieren stehen. Immer wieder entkommen selbst hochgefährliche Arten wie Großbären und Elefanten aus dem Zirkus. Obwohl immer noch viele deutsche Zirkusunternehmen Wildtiere mitführen, sind die Sicherheitsvorkehrungen nicht im Ansatz mit denen in Zoos zu vergleichen.

Quelle: VIER PFOTEN

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