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DNA-Schnelltest für Wasserverunreinigungen

Freigeschaltet am 05.02.2019 um 10:40 durch Thorsten Schmitt
13-nm-Goldnanopartikel vor (links) und nach Funktionalisierung.
13-nm-Goldnanopartikel vor (links) und nach Funktionalisierung.

Bild: tuwien.at

Forscher der Technischen Universität Wien (TU Wien) haben ein neues, sehr einfaches Verfahren entwickelt, das Verunreinigungen im Wasser durch Wiederkäuer mithilfe von DNA-Tests direkt vor Ort nachweist. Die zugrundeliegende Technologie wurde im Fachjournal "Nature - Scientific Reports" publiziert.

Verursachern auf der Spur

"Bestimmte Bakterien finden sich nur in den Fäkalien ganz bestimmter Tierarten. Wenn man Proben auf DNA-Abschnitte dieser Bakterien untersucht, kann man daher genau sagen, von welchem Lebewesen die Verunreinigungen stammen", erklärt Georg Reischer vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften der TU Wien.

Schon bisher gab es Methoden, die Herkunft fäkaler Verunreinigungen im Wasser auf DNA-Basis zu untersuchen. Allerdings waren diese kompliziert, teuer und zeitaufwendig: Man musste Proben nehmen, sie in ein Labor schicken und dort genetisch untersuchen. Die Idee zum einfachen Testverfahren auf DNA-Basis entstand an der TU Wien schon vor einigen Jahren, allerdings war es gar nicht so einfach, die Methode so anzupassen, dass sie zuverlässig und schnell funktioniert - auch ohne spezielles biotechnologisches Fachwissen.

Wie Schwangerschaftstest

Nun ist die Technologie ausgereift und soll in Form eines einfachen Testgeräts auf den Markt kommen. "Die Bakterien werden zerstört, die DNA wird gezielt vervielfältigt, und dann mit einem simplen Streifen nachgewiesen, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest", sagt Reischer. "Im Grunde ist diese Technik auf ganz unterschiedliche Bakterien und Viren übertragbar, aber wir konzentrieren uns derzeit auf den Nachweis von gefährlichen Keimen im Wasser, weil das ein besonders verbreitetes Problem ist." Zum Bau eines Prototypen wird noch nach Industriepartnern gesucht. Das Messgerät soll für wenige hundert Euro zu haben sein.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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