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Gemeinsam aktiv im Kampf gegen Geisternetze in der Deutschen Ostsee

Freigeschaltet am 05.02.2020 um 11:28 durch Thorsten Schmitt
Geisternetz am Meeresgrund mit Taucher (Symbolbild)
Geisternetz am Meeresgrund mit Taucher (Symbolbild)

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Seit Dezember 2019 setzt sich Ostsee24.de für die Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee ein. Partner der Vermittlungsagentur für Ferienunterkünfte an der Ostsee sind die GRD und die Tauchbasis Prora auf Rügen.

Als Vermittler für Ferienunterkünfte liegt Ostsee24.de der Erhalt der Ostsee sehr am Herzen. Bereits 2018 beteiligte man sich an einer Strandreinigungsaktion in Boltenhagen. Doch dabei wollte man es nicht belassen. Deshalb unterstützt Ostsee24.de nun die kostenintensive Bergung und Entsorgung von Geisternetzen vor Rügen.

Außerdem soll die eigene Reichweite effektiv genutzt werden, um auf die Vermüllung der Meere mit den für unzählige Meerestiere tödlichen Geisternetzen aufmerksam zu machen. Auf diese Weise könnten bis zu 2,4 Millionen Ostsee-Urlauber jährlich erreicht werden. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Ostsee ein Stück sauberer wird. Mit unserer Reichweite klären wir aktiv auf und möchten noch mehr Menschen motivieren, die Küste zu schützen.”, so Rudolf Ristov, Gründer von Ostsee24.de.

Geisternetze bedrohen marine Artenvielfalt

Herrenlose Fischernetze, sogenannte Geisternetze, verhaken sich an Wracks, Felsen und anderen Objekten. Damit werden sie zu einer großen Gefahr für die heimische Artenvielfalt der Ostsee, darunter Kegelrobben, Schweinswale, Rochen, Haie und andere Meerestiere. Denn sie „fischen“ sinnlos weiter und töten unzählige Meerestiere.

Die aus Kunststoffen hergestellten, und damit sehr robusten Fischernetze, sind sehr langlebig. Sie zersetzen sich mit der Zeit zu Mikroplastik, welches von Fischen und anderen Tieren mit der Nahrung aufgenommen. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf Tiere und Menschen sind noch ungewiss.

Geisternetze in der Deutschen Ostsee

Rund um Rügen befinden sich ca. 800 Schiffswracks auf dem Meeresgrund. Entsprechend hoch ist hier die Dichte von Geisternetzen, die sich an vielen Wracks festgesetzt haben.

Gemeinsam stark im Artenschutz

„Ich bin sehr dankbar, dass wir für unser Projekt einen so kompetenten Partner wie Ostsee24.de gewinnen konnten. Denn gemeinsam können wir im Kampf für den Meeresschutz sehr viel mehr erreichen. Auch eröffnet uns Ostsee24.de ganz neue Möglichkeiten, viele Menschen auf das ungeheure Ausmaß der Verschmutzung der Ostsee mit Geisternetzen aufmerksam zu machen. Auch deshalb bin ich sehr dankbar über das Engagement des Reiseportals“, freut sich Verena Platt-Till, Diplom-Biologin, Taucherin und Projektleiterin der GRD.

Quelle: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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