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Hähnchen sollen bald mehr Platz im Stall haben

Archivmeldung vom 23.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Christoph Aron / pixelio.de
Bild: Christoph Aron / pixelio.de

Hähnchen und Puten in Deutschland könnten ab dem kommenden Jahr mehr Platz im Stall haben. Zwischen Geflügelbranche und Einzelhandel liefen derzeit Verhandlungen, die Besatzdichte flächendeckend zu senken, bestätigte der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Im Zuge der brancheninternen Initiative Tierwohl sei geplant, die Besatzdichte bei Hähnchen um gut zehn Prozent von derzeit zusammengenommen 39 Kilogramm Lebendgewicht auf dann 35 Kilogramm zu reduzieren. Bei Puten sei eine Reduktion von fünf Kilogramm im Gespräch. Die Initiative, bei der Bauern den Aufwand für bessere Haltungsbedingungen im Stall durch den Einzelhandel ersetzt bekommen, soll Anfang kommenden Jahres starten.

In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte Peter Wesjohann, Chef von Deutschlands größtem Geflügelfleischproduzenten Wiesenhof, er sei optimistisch, dass die Reduktion im Stall so umgesetzt werde. Wesjohan warnte aber: "Tierwohl-Produkte kann es auf Dauer am Markt nur geben, wenn der Mehraufwand finanziert wird." Er gehe ohnehin davon aus, dass die Geflügelfleischpreise steigen würden. "Nicht alle Anbieter werden in fünf Jahren noch am Markt sein. Auch deswegen erwarte ich künftig höhere Preise."

Wiesenhof selbst könne unterdessen auf eine erfolgreiche Grillsaison 2014 zurückblicken, so Wesjohann: "Das gute Wetter in Teilen von Deutschland und die Fußball-WM haben sich sehr positiv ausgewirkt. Wir haben etwa sechs Prozent mehr Geflügelfleisch abgesetzt als im vergangenen Sommer." Unabhängig davon habe sein Unternehmen auch unerwartete Zielgruppen im Visier: Man müsse sich mit Vegetariern und Veganern befassen, sagte Wesjohann. "Auch wenn der Anteil am Gesamtmarkt noch sehr gering ist." Erst kürzlich hatte der Wurstproduzent Rügenwalder-Mühle aus Niedersachsen erklärt, innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens 30 Prozent seines Umsatzes mit vegetarischen Produkten erzielen zu wollen. Im Gespräch sind vegetarische Würste. Wiesenhof-Chef Wesjohann äußerte sich nicht näher zu solchen Produkten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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