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Tausende Unterschriften gegen geplante EU-Tierversuchs-Richtlinie

Archivmeldung vom 05.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Ein Kaninchen im Draize-Test Bild: de.wikipedia.org
Ein Kaninchen im Draize-Test Bild: de.wikipedia.org

Gestern Nachmittag übergaben in Brüssel Vertreter des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte mehrere Tausend Protestbriefe an die deutsche EU-Abgeordnete Elisabeth Jeggle. In den Briefen fordern die Unterzeichner die deutschen EU-Parlamentarier auf, weitere Verschlechterungen der EU-Tierversuchs-Richtlinie zu verhindern. Diese Richtlinie steht seit Jahren in der Diskussion und wird voraussichtlich in Kürze verabschiedet.

Elisabeth Jeggle ist die zuständige Berichterstatterin und Verhandlungsführerin zwischen EU-Parlament, -Agrarministerrat und -Kommission bei den laufenden Beratungen und nimmt die durch eine Online-Aktion des Verbandes gezeichneten Briefe entgegen.

„Bislang haben die verantwortlichen Politiker - auch die deutschen - versagt und nichts gegen die Verschlechterungen unternommen, die während der Beratungen in die Tierversuchs-Richtlinie aufgenommen wurden“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes. „Besonders schwer ist der Wegfall der ethischen Bewertung jedes Tierversuchs, die ursprünglich ein zentrales Anliegen für die Überarbeitung der Richtlinie war.“ Folgenschwer sei weiterhin, dass die Richtlinie keine nationalen höheren Standards mehr zulasse und dass dies die deutschen Politiker widerstandslos akzeptiert hätten. Deutschland könne damit trotz des Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz keine strengeren, also tierschutzfreundlicheren, Regelungen erlassen.

Mit der Übergabe der Briefe wolle der Verband nicht nur seinen Protest zum Ausdruck bringen, sondern auch zeigen, dass viele Menschen hinter ihm stehen.

Der 2008 von der EU-Kommission vorgelegte Richtlinien-Entwurf zum Schutz von Versuchstieren hat laufend Verschlechterungen durch Vertreter aus EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Rat erfahren. Neben der herausgenommenen ethischen Bewertung des Tierversuchs gibt es keine Verbote von Affenversuchen und Versuchen, die schwerste Leiden verursachen. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, dem Tierschutz entgegengewirkt zu haben, indem sie sich explizit für weitergehende Forschung an Menschenaffen und gegen ein Verbot von Versuchen mit schweren, lang anhaltenden Schmerzen ausgesprochen hat. Weiterhin müssen Ergebnisse nicht veröffentlicht und Tierversuche auch nicht generell rückwirkend bewertet werden. Es fehlt auch eine Verpflichtung zum Einsatz bereits wissenschaftlich anerkannter tierversuchsfreier Methoden.

Ausführliche Informationen unter: http://www.tierrechte.de/w200060008000.html 

Quelle: Menschen für Tierrechte

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