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Kein Tropenholz auf deutschen Grills

Archivmeldung vom 23.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Sommerzeit ist Grillzeit und mit den wärmsten Monaten landen Jahr für Jahr etwa 300.000 Tonnen Holzkohle auf Deutschlands Grills. Was viele Verbraucher nicht wissen: Knapp zwei Drittel davon stammen aus südamerikanischen Tropenwäldern, aus Argentinien, Paraguay oder Bolivien. Damit dennoch guten Gewissens gegrillt werden kann, empfiehlt der NABU, auf klimaschonende Kohlevarianten zurückzugreifen, beispielsweise aus Olivenkernen.

"Olivenkernbriketts bieten eine umweltbewusste und nachhaltige, aber auch leistungsstarke Alternative zur herkömmlichen Holzkohle. Sie belasten weder heimische noch tropische Wälder und helfen somit, die 'Grüne Lunge' der Welt zu erhalten", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Um den Verkauf von umweltfreundlichen Olivenkernbriketts zu unterstützen, arbeitet der NABU seit diesem Jahr mit dem Hersteller OlioBric zusammen. Dieser stellt in einem patentierten Verfahren in der olivenreichsten Region Kalamata/Peleponnes ökologisch einwandfreie Briketts her.

Olivenkernbriketts werden aus den Abfällen der zweiten Olivenölpressung, aus Kernen, Schalen und Fruchtfleischresten, dem sogenannten Oliventrester, gewonnen. In Griechenland ist die Heizkraft dieser Rückstände seit Langem bekannt, dort werden sie unter anderem zu Brennstoff für Heizöfen verarbeitet. In Deutschland bietet das Verfahren nun eine zukunftsorientierte und umweltfreundliche Heiz- und Grill-Alternative, denn die Briketts werden nachhaltig und müllvermeidend produziert.

"Der Erhalt von Tropenwäldern ist unerlässlich für den weltweiten Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt. Dass wir beim Grillen mit Holzkohle Tropenholz verfeuern, ahnen viele Verbraucher nicht einmal, denn die Hersteller kennzeichnen nicht, woher das Holz stammt", so Miller. Der NABU fordert daher verpflichtende Vorgaben für Hersteller, die Herkunft der Hölzer nachzuweisen.

Die Grillbriketts von OlioBric sind mit dem europäischen EMAS-Award für nachhaltiges Wirtschaften zertifiziert und im Drei-Kilo-Sack über www.oliobric.com erhältlich. Ihre Produktion wird zudem im Rahmen der "Griechenlandhilfe" durch das Bundeswirtschaftsministerium und die EU gefördert. Mit jedem verkauften Sack Olivenkernbriketts werden die Natur- und Umweltschutzprojekte des NABU unterstützt.

Quelle: NABU (ots)

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