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NABU: Autofahrer aufgepasst - Kröten und Frösche sind unterwegs

Archivmeldung vom 04.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: NABU/H. May;
Bild: NABU/H. May;

Wärmere Temperaturen in Deutschland lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren Winterquartieren. In den witterungsbegünstigten Niederungen und Flussläufen sind bereits Wanderungen zu verzeichnen. Aber auch im Flachland und auf dem Winterberg (Nordrhein-Westfalen) sind Amphibien unterwegs auf dem Weg zum Laichgewässer.

Trotz teilweise frühlingshafter Temperaturen am Tag verhindern die kühlen Nächte derzeit stärkere Wanderungen weitgehend. Von Mitte bis Ende kommender Woche soll es vorübergehend deutlich milder werden, die Wanderungen werden also aufleben. Autofahrerinnen und Autofahrer bittet der NABU daher, auf den Wanderstrecken der Amphibien maximal mit Tempo 30 zu fahren. Denn bei höherer Geschwindigkeit erzeugen Fahrzeuge einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen und die Tiere qualvoll verenden. Darüber hinaus werden jährlich zahlreiche Tiere von Autoreifen überrollt.

Nehmen Autofahrer mehr Rücksicht, wird auch der Einsatz der vielen Helfer weniger gefährlich, die bundesweit ehrenamtlich Amphibienschutzzäune errichten, Kröten und Frösche aus den Sammeleimern retten und sicher über die Straßen tragen.

"Die ehrenamtlichen Helfer sind meistens in der Dunkelheit unterwegs, vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden. Bei ihrer Arbeit müssen sie häufig die betroffenen Straßenabschnitte überqueren", erläutert Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik und appelliert weiter an die Autofahrer: "Achten Sie deshalb besonders in der Dunkelheit auf Warnschilder, Tempolimits und Umleitungen."

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Tod von Amphibien an Deutschlands Straßen den Kampf angesagt. Jahr für Jahr sind Naturschutzgruppen aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Diese ehrenamtliche Arbeit ist auf zahlreiche Helferinnen und Helfer angewiesen. Der NABU bietet deshalb auf www.NABU.de/kroetenwanderung Sonderseiten zum bundesweiten Wandergeschehen an. Dort gibt es neben aktuellen Meldungen über besondere Ereignisse und Amphibienarten auch eine bundesweite Datenbank, die über den Standort von Krötenzäunen und Aktionen informiert und wo Helfer gebraucht werden.

Quelle: NABU (ots)

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