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Proteste gegen Unilever gehen weiter

Archivmeldung vom 12.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Botschaft von ROBIN WOOD an die Unilever-AktionärInnen in London. Bild: ROBIN WOOD
Botschaft von ROBIN WOOD an die Unilever-AktionärInnen in London. Bild: ROBIN WOOD

ROBIN WOOD-AktivistInnen haben heute ihre Proteste gegen die Verwendung von Palmöl aus Raubbau fortgesetzt. Vor dem „Queen Elizabeth II Conference Centre“ im Herzen des Londoner Regierungsviertels, in dem Unilever PLC heute seine Aktionärsversammlung abhält, spannten sie ein Transparent mit der Aufschrift: „UNILEVER - Unscrupulous Destruction of Rainforest and Community for Palm Oil“ (Skrupellose Zerstörung von Regenwald und lokalen Gemeinschaften für Palmöl).

Bereits gestern hatten ROBIN WOOD-Mitglieder mit Kletteraktionen bei der Aktionärsversammlung von Unilever N.V. in Rotterdam sowie vor der Deutschland-Zentrale von Unilever in Hamburg ihre Forderungen öffentlichkeitswirksam platziert. „Wir lassen Unilever nicht vom Haken. Jeder Aktionär soll wissen, in welche schmierigen Geschäfte dieser Konzern verwickelt ist“, sagt ROBIN WOOD-Tropenwaldreferent Peter Gerhardt.

Der niederländisch-britische Unilever-Konzern ist der größte Palmöl-Einkäufer weltweit. Den Großteil dieses Rohstoffs bezieht er aus Indonesien. Das billige Fett landet als Zutat in Markenartikeln wie Rama, Langnese und Knorr. Rund 9,4 Millionen Hektar der Landesfläche sind in Indonesien bereits in Ölpalmen-Plantagen umgewandelt worden. Jährlich kommen zurzeit etwa 600.000 Hektar hinzu. Der Palmöl-Boom hat verheerende Folgen, weil die tropische Region für die Artenvielfalt und das weltweite Klima unersetzlich ist. Zudem sind Millionen Menschen durch Landraub für die riesigen Monokulturen in ihrer Existenz bedroht.

„Wir wollen den Palmöl-Boom stoppen. Unilever ist als weltweit größter Einkäufer von Palmöl dafür ein entscheidender Player“, sagt Gerhardt. „Deshalb haben wir Unilever-Chef Paul Polman in einem offenen Brief aufgefordert, seine Lieferanten darauf zu verpflichten, ab sofort keine neuen Palmölplantagen mehr anzulegen. Sonst macht sich der Konzern mitschuldig an Naturzerstörung, Klimawandel und Menschenrechtsverletzungen.“ 

Quelle: ROBIN WOOD

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