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Neuer Katalysator macht Raffinerien viel grüner

Freigeschaltet am 12.02.2020 um 09:52 durch Thorsten Schmitt
Fabrik: CO2-Emissionen lassen sich deutlich senken (Foto: youtube.com)
Fabrik: CO2-Emissionen lassen sich deutlich senken (Foto: youtube.com)

Die CO2-Emissionen von Raffinerien könnten in einem bestimmten Prozessschritt um 28 Prozent sinken, sagen Forscher der University of Sydney. Möglich macht dies Alumosilikat in einer neuen Konfiguration. Dieser Katalysator wird schon heute in der petrochemischen Industrie genutzt, allerdings in kristalliner Form. Die Experten um Jun Huang haben das Material in amorpher Form getestet, also innerlich völlig unstrukturiert wie etwa Glas. Die Effektivität war weitaus höher. Alumosilikat besteht aus Siliziumdioxid und Aluminiumoxid.

"Fluid Catalytic Cracking"

"Dieser neue Katalysator kann den CO2-Ausstoß in Raffinerien signifikant senken. Er hat das Potenzial, die petrochemische Industrie grüner und sauberer zu machen", so Huang. Bisher wird das Material eingesetzt, um Destillierungsrückstände in Raffinerien doch noch zur Herstellung von Treibstoffen zu nutzen. Dazu werden die langkettigen Moleküle zerschlagen. Der Prozess heißt "Fluid Catalytic Cracking". Der katalytische Prozess hat das thermische Cracken abgelöst, weil die Ausbeute höher ist.

"Erneuerbare Energie ist zwar wichtig, um den Klimawandel aufzuhalten, doch tatsächlich ist es so, dass wir noch lange auf fossile Rohstoffe angewiesen sind. Aus diesem Grund sollten wir alles tun, um die petrochemische Industrie so effizient zu machen wie es geht und deren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren", sagt Huang. Der Katalysator könnte auch die Effektivität der Umwandlung von Biomasse in Brenn- und Treibstoffe erhöhen. "Jetzt können wir auch Algen als Rohstoffe ins Visier nehmen."

Ziel industrieller Maßstab

In ihrem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler die Produktion des Katalysators im industriellen Maßstab vorbereiten. An der Entwicklung waren auch Forscher aus Frankreich, der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie der Ruhr-Universität Bochum beteiligt.


Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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