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Polizei beschlagnahmt 92 geschmuggelte Rassewelpen

Archivmeldung vom 08.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Welpen werden oft tagelang in winzigen Boxen durch Europa gekarrt. Bild: VIER PFOTEN
Welpen werden oft tagelang in winzigen Boxen durch Europa gekarrt. Bild: VIER PFOTEN

Die Polizei Nürnberg hat 92 verwahrloste Rassewelpen in einem Lastwagen entdeckt und beschlagnahmt. Ohne Futter und Wasser waren die jungen Hunde in winzige Transportboxen gepfercht. Aus Osteuropa eingeschmuggelt, sollten sie mit zum Teil gefälschten Papieren in die Niederlande transportiert werden.

Die Welpen werden nun im Nürnberger Tierheim versorgt. Viel zu jung und krank, schweben einige noch immer in Lebensgefahr. Unterstützt von der Bundestierärztekammer, engagiert sich die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN mit einer Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel. Zu Schnäppchenpreisen und unter falschen Angaben werden unzählige der Hunde auch in Deutschland angeboten. Doch viele der Welpen, meistens ungeimpft und todkrank, sterben bereits kurz nach dem Kauf. Überleben sie, kann der Besitzer mit hohen Tierarztkosten rechnen. Außerdem führt die allzu frühe Trennung von der Mutter und den Geschwistern bei den sozialen Tieren oft ein Leben lang zu schweren Verhaltensstörungen und Aggressionen.

"Bitte kaufen Sie keine Hunde über das Internet oder über kostenlose Anzeigen," warnt Kampagnenleiterin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. Eine Vielzahl der dort angebotenen Welpen kommt aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die EU-Osterweiterung macht es den Schieberbanden leicht und erschwert die Kontrollen an den Grenzen. "Nur eine sinkende Nachfrage kann das Leid der Welpen beenden", erklärt Thiesmann.

Quelle: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz (ots)

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