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Forscher beweisen: Vögel können in der Luft schlafen

Archivmeldung vom 05.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bindenfregattvögel (Fregata minor): Weibliche Fregattvögel lassen sich an der weißen Unterseite identifizieren.
Bindenfregattvögel (Fregata minor): Weibliche Fregattvögel lassen sich an der weißen Unterseite identifizieren.

Foto: Jivan - Eigenes Werk
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Neurophysiologen bestätigen, dass Vögel während des Fliegens schlafen können, wobei ihr Gehirn sich vollständig abschaltet. Laut der Zeitschrift „Nature Communications“ wurde das bei einer Studie festgestellt, in deren Rahmen die Gehirnaktivitäten bei Fregattvögeln untersucht wurden, die fast ihr ganzes Leben in der Luft verbringen.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Fregattvögel schlafen nur eine Stunde am Tag, aber sie tun das immerhin, wobei sich ihr Gehirn völlig abschaltet, so Niels Rattenborg vom deutschen Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen. Warum sie so wenig schlafen, ohne das Problem Schlafmangel zu haben, auf das Menschen oder andere Säugetiere stoßen, bleibe vorerst ein Rätsel.

Ihm und seinen Kollegen ist es gelungen, die Geheimnisse dieser Vögel zu lüften, warum sie tagelang in der Luft bleiben können, ohne erschöpft auf die Erde zu fallen. Die Experten beobachteten die Gehirnaktivitäten der großen Fregattvögel, einer tropischen Vogelart, die sich mit Seefischen ernährt und ihr ganzes Leben (bis auf die Brutzeit) über dem Ozean verbringt.

Die Ornithologen reisten auf die Galapagosinseln, wo die Fregattvögel beheimatet sind. Dort befestigten sie an den Köpfen von Vögeln ein Spezialgerät, das ihnen die Beobachtung der Gehirnaktivitäten der Vögel während des Fluges ermöglichte. In diesen „Helm“ war nicht nur ein Enzephalograph, sondern auch ein GPS-Gerät eingebaut, so dass die Forscher die Flüge ihrer „Schützlinge“ kontrollieren konnten.

Dadurch fanden sie heraus, dass die Fregattvögel ihr Gehirn während des Fluges total abschalten können, wenn sie für eine Minute einschlafen und der Luftstrom ihren Körper trägt.

Diese Entdeckung war für die Ornithologen eine Überraschung, denn ihre früheren Beobachtungen von Enten und anderen Vögeln hatten ergeben, dass sie Müdigkeit vermeiden, indem sie mal die rechte und mal die linke Hälfte des Gehirns abschalten. Deshalb dachten die Experten lange, dass die Vögel für die Flugkontrolle mindestens eine Hirnhälfte bräuchten und dass ein vollwertiger Schlaf im Flug unmöglich wäre.

Die Beobachtung der Fregattvögel widerlegt jedoch diese Vorstellung: Neben dem Tiefschlaf fanden Rattenborg und seine Mitarbeiter heraus, dass die Vögel auch eine Dämmerschlafphase haben. Das bedeutet, dass die Vögel tatsächlich vollwertig in der Luft schlafen können, selbst wenn es nur eine Stunde am Tag ist.

Wie dieser Schlafmechanismus funktioniert, konnten die Wissenschaftler bisher nicht ermitteln. Deshalb werden sie ihre Forschungen fortsetzen. Sie hoffen, damit das Geheimnis zu lüften, was Schlaf ist und warum alle Lebewesen auf der Erde ihn unbedingt brauchen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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