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Schweinswale in der Weser: immer noch ein Rätsel - Walbeobachter gesucht

Archivmeldung vom 25.03.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.03.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Schweinswal Bild: AVampireTear / de.wikipedia.org
Schweinswal Bild: AVampireTear / de.wikipedia.org

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) sucht dieses Jahr wieder aufmerksame Beobachter, damit das Rätsel um die Schweinswale in der Weser endgültig gelöst werden kann.

„Seit 5 Jahren schwimmen die bis zu 1,50 Meter großen, grauen Meeressäuger jedes Frühjahr die Weser flussaufwärts, manchmal sogar die 65 Kilometer bis nach Bremen“, so die Biologin Denise Wenger von der GRD. Vermutlich folgen sie attraktiven Futterquellen, Fischarten wie Finte, Stint oder Hering, die aus der Nordsee zum Ablaichen in die großen Flüsse kommen. Einen Anhaltspunkt für diese These bieten die Daten der vor einem Jahr im Fluss installierten Hydrophone (Unterwassermikrophone, sog. Klickdetektoren), die die Ultraschalllaute der Schweinswale aufzeichnen. „Eindeutige Lautfolgen („click trains“) für Futtersuche und Kommunikation wurden bei der Auswertung gefunden“, so der Schweinswalexperte Sven Koschinski.

Aber noch weiß man nicht genau, wie viele dieser heimischen, geschützten Kleinwale sich in der Weser aufhalten, was sie eigentlich hier tun und welche Bedeutung die verschiedenen Weserabschnitte für die Meeressäuger haben. Deshalb bittet die Projektleiterin Denise Wenger dieses Jahr besonders alle Segler, Bootsfahrer, Fischer, Anwohner und Osterurlauber, die auf oder an der Weser unterwegs sind, sich ein wenig Zeit für „Whale Watching“ zu nehmen und nach den Kleinen Tümmlern Ausschau zu halten.

Nur wenn wir mehr über die Lebensgewohnheiten unserer einzigen heimischen Wale wissen, können sie gezielt geschützt werden.

Schweinswal-Beobachtungen bitte melden: telefonisch an 089-741 604 10 oder per E-Mail unter [email protected] oder mithilfe eines Meldebogens unter www.weserwale.de

Das Projekt wird unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe und der Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch.

Quelle: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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