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Sensor hilft Landwirten beim Wassersparen

Archivmeldung vom 01.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
So sollen die Sensoren im Boden platziert werden.
So sollen die Sensoren im Boden platziert werden.

Grafik: uconn.edu

Wasserverschwendung in der Landwirtschaft könnte bald ein Ende haben, glaubt man Forschern der University of Connecticut. Sie haben einen Sensor zur Feuchtigkeitsmessung des Bodens entwickelt, der billiger ist als alle anderen bisher verfügbaren Lösungen. "Fortschritte in der Bewässerungstechnik werden wegen fehlender Informationen über den Feuchtigkeitsgehalt des Ackerbodens behindert", sagt Guiling Wang, der den Sensor mit Baikun Li entwickelt hat.

Ein Drittel Einsparung möglich

Wüssten Landwirte, wie viel Wasser sie auf ihren Feldern versprühen müssen, um optimale Ernten einzufahren, könnten sie 35 Prozent des Wassers sparen, schätzen die Entwickler. Heute zur Verfügung stehende Geräte kosten pro Stück zwischen 100 und 1.000 Dollar. Wangs Entwicklung soll lediglich zwei Dollar kosten. Die Messung des Feuchtigkeitsgehalts basiert auf der Tatsache, dass nasser Boden einen geringeren elektrischen Widerstand hat als trockener. Da die Sensoren sehr klein sind, lassen sie sich leicht in den Boden treiben.

Auf einem universitätseigenen Acker haben die Wissenschaftler zehn Monate lang ihre Sensoren ausgiebig getestet. Sie installierten sowohl ihre Geräte als auch sehr teure, bereits erprobte Gerätschaften. Die Daten, die beide lieferten, waren identisch. Sie werden per Kabel an eine Auswerteeinheit übermittelt. Darauf basierend können die Landwirte den Wasserbedarf ermitteln und Wasserverschwendung vermeiden.

Überdüngung ein Ende bereiten

Die Forscher wollen nun ein zweites Problem lösen. Weil Landwirte nicht wissen, wie viel Dünger sie ausbringen müssen, um eine optimale Ernte zu erzielen, tun sie oft zuviel des "Guten". Die Folge: Düngemittel landen unter anderem im Grundwasser, sodass die Trinkwasserversorgung gefährdet wird. Die Europäische Union droht Deutschland deshalb mit einer hohen Strafzahlung. Die US-Forscher wollen jetzt einen Nitrat-Sensor entwickeln, der den Düngergehalt im Boden exakt misst.

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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