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Klage soll Gen-Mais stoppen und Bienen retten

Archivmeldung vom 27.06.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.06.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Greenpeace und das Bündnis "Aktion Gen-Klage" reichten gestern einen Eilantrag gegen den Anbau des Gen-Mais MON810 beim Verwaltungsgericht in Braunschweig ein. Ziel des an die Bundesregierung gerichteten Eilantrags ist es, den Anbau von Gen-Mais noch vor der Blüte zu stoppen, da sonst nicht akzeptable Risiken für die Umwelt und insbesondere für Honigbienen entstehen würden.

Im Bündnis "Aktion Gen-Klage" haben sich Bauern, Imker und Umweltschutzgruppen zusammengeschlossen, um gegen die Gefahren durch Gen-Mais gerichtlich vorzugehen. Greenpeace unterstützt das Bündnis bei der juristischen Auseinandersetzung.

"Um Umwelt und Verbraucher zu schützen, muss die Bundesregierung sofort handeln. Es nützt nichts, den Landwirten das Aussähen von Gen-Mais zu verbieten, nachdem es schon auf den Feldern ist. Bereits ausgebrachter Gen-Mais muss vor der Blüte untergepflügt werden", sagt Christoph Then, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist besorgt: "... neue oder zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt."

Es mehren sich die Hinweise auf eine Gefährdung der Bienen durch den Pollenflug des Gen-Mais. Neue Erkenntnisse über die Wirkungsweise des Bt-Giftes, das im Mais gebildet wird, legen den Schluss nahe, dass die Honigbiene geschädigt werden könnte. So zeigen Bienen, die diese Pollen unter Praxisbedingungen zu sich nehmen, eine deutlich verringerte Nachwuchsrate.

"Minister Seehofer kann sich nicht darauf berufen, dass das Saatgut für den Gen-Mais schon in der Erde ist. Da eine Gefahr für die Umwelt besteht, muss die Bundesregierung nach europäischem und deutschem Recht sofort handeln", sagte Christiane Lüst, Sprecherin der Aktion Gen-Klage auf der gestrigen Pressekonferenz des Aktionsbündnisses.

Quelle: Pressemitteilung Greenpeace e.V.

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