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Deutlich weniger Teilnehmern bei Gretas neuerlichen Berlin-Besuch

Freigeschaltet am 19.07.2019 um 16:50 durch Thorsten Schmitt
Neubauer (links) mit Greta Thunberg (rechts) im März 2019 bei einer Fridays-For-Future-Demonstration in Hamburg.
Neubauer (links) mit Greta Thunberg (rechts) im März 2019 bei einer Fridays-For-Future-Demonstration in Hamburg.

Foto: C.Suthorn / cc-by-sa-4.0 / commons.wikimedia.org
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihre Klimabewegung haben laut Bundeskanzlerin Angela Merkel die Politik der Bundesregierung vorangetrieben. Dies sagte Merkel auf der Sommerpressekonferenz am Freitag. Die schwedische Klimaaktivistin führte zum zweiten Mal Klimademonstrationen in Berlin an, allerdings mit deutlich weniger Teilnehmern. Dies teilt das russische online Magazin "Sputnik" mit.

Weiter ist hierzu auf der deutschen Webseite des Magazins zu lesen: "Im Blick auf Greta Thunbergs Besuch sind Merkel mehrere Fragen zur Klimabewegung gestellt worden. „Sie haben uns sicherlich zur Beschleunigung getrieben“, antwortete Merkel gegenüber den Journalisten und zeigte sich damit angeblich inspiriert von der jungen Aktivistin. Gretas Ernsthaftigkeit, aber auch viele, viele junge Leute hätten die Bundesregierung darauf hingewiesen, dass es um ihr Leben gehe.

Sie hätten sie „dazu gebracht, sicherlich entschlossener an die Sache heranzugehen“. Merkel sprach weiter von „außerordentlichen Wetterverläufen“, die zeigten, welche Schäden ein Nicht-Handeln in der Klimapolitik mit sich brächten.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar hatte Merkel noch indirekt nahegelegt, die Klimaschutzproteste deutscher Schüler seien irgendwie Teil russischer „hybrider Kriegsführung“. „Diese hybride Kriegsführung im Internet ist sehr schwer zu erkennen, weil sie plötzlich Bewegungen haben, von denen sie gedacht haben, dass die nie auftreten – die immer ansetzen an einem Manko“, sagte Merkel. Die jungen Klima-Köpfe reagierten damals empört.

Auf der Pressekonferenz am Freitag bekannte sich Merkel erneut dazu, deutsche Klimaziele für 2030 sowie eine CO2-Bepreisung zu erreichen. Da Deutschland seine Ziele für 2020 voraussichtlich verfehlen werde, sei es „umso wichtiger, dass wir die Verpflichtungen 2030 einhalten“, sagte sie. Für den 20. September ist bereits eine Entscheidung über ein Maßnahmenpaket angekündigt worden. Das Klimakabinett verhandelt derzeit über ein umfassendes Paket, um den Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland schneller zu senken.

Greta Thunberg wieder in Berlin

Am Freitag hat die schwedische Klimaaktivistin bereits zum zweiten Mal mit deutschen Schülern im Rahmen der Fridays for Future in Berlin demonstriert. Der Kampf für mehr Klimaschutz werde viele Jahre dauern, sagte die 16-Jährige und bekräftigte das Vorhaben, nie aufhören zu wollen. Es gebe ihr übrigens Hoffnung, dass so viele Menschen für das Klima auf die Straße gingen. „Ich werde nie aufgeben“, sagte sie in die Menge der Aktivisten. Laut den Beobachtern soll es diesmal über 1000 Teilnehmer gegeben haben, die Organisatoren berufen sich auf 3000 bis 4000 Teilnehmer.

Ende März hatte die Initiatorin der weltweiten Klimaproteste in Berlin laut dem Veranstalter noch über 25.000 Menschen gesammelt, der Polizei zufolge über 20.000 Teilnehmer. Der Publizist Gabor Steingart verwies in seinem Morning Briefing darauf, dass die Familien sich nach Angaben von Flughafenbetreibern und Fluggesellschaften in Deutschland in großer Zahl im Ausland befinden würden. „Anders als Greta bevorzugen die meisten für diese Reisen nicht die Bahn – sondern Easyjet. Zeitgemäß interpretiert würde Berthold Brecht heute wohl sagen: Erst kommt das Fliegen, dann die Moral.“

Quelle: Sputnik (Deutschland)


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