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In 10 Tagen fit für den Urlaub: Hundetrainerin erklärt, mit welchem Training Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten auf einen gemeinsamen Urlaub vorbereitet werden können

Archivmeldung vom 13.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Marion Terhaar Bild: Marion Terhaar Fotograf: A.Schulz
Marion Terhaar Bild: Marion Terhaar Fotograf: A.Schulz

Mit der Urlaubssaison beginnt für viele Hundebesitzer auch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für ihren Hund. Hundepensionen sind zu dieser Zeit oft überfüllt, da es vielen Menschen nicht möglich erscheint, ihren Vierbeiner mitzunehmen - oft wissen sie nicht einmal, dass diese Möglichkeit bestehen könnte.

Tatsächlich ist die Mitnahme eines Hundes im Urlaub nicht gänzlich stressfrei - das gesteht auch Hundetrainerin Marion Terhaar ein. Dennoch kann es durch die richtige Planung und einige tierpsychologische Kniffe möglich sein, dass Mensch und Tier nicht nur entspannen, sondern sogar noch etwas aus dieser Erfahrung mitnehmen können. In diesem Artikel gibt sie Ratschläge, wie Hund und Halter den gemeinsamen Urlaub vorbereiten sollten, damit einer guten erholsamen Zeit nichts im Wege steht.

Nicht auf Wunder hoffen - stattdessen schauen, was möglich ist

Eine erfolgreiche Hundeerziehung folgt immer einem ganzheitlichen Konzept. Wer nur rumkommandiert und punktuell belohnt oder bestraft, wird keine langfristigen Erfolge erzielen. Der Hund als Rudeltier orientiert sich instinktiv stark an seinen Menschen, auch wenn es diesem nicht so erscheint. Somit gilt es, im Kontext mit dem unerwünschten Verhalten des Hundes, auch das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Dabei ist es wichtig, die Grenzen des Möglichen zu erkennen. So sind in zehn Tagen zwar in fast jedem Falle Fortschritte zu erzielen - einschneidende Veränderungen und fest verankerte Verhaltensmuster sind aber zumeist so kurzfristig nicht möglich. Die Urlaubsvorbereitung sollte daher darauf abzielen, Bewältigungstechniken zu entwickeln, die Fehlverhalten bestmöglich vorbeugen.

Keine Herausforderungen, sondern Chancen für Fortschritt

Hunde sind Gewohnheitstiere. Befinden sie sich außerhalb ihres Reviers, bzw. ihrer gewohnten Umgebung, verhalten sie sich anders: Sie bewegen sich vorsichtiger und orientieren sich in der fremden Umgebung mehr an ihren Halter. Dies bietet die Chance, effektive Veränderung zu erwirken und schlechte Gewohnheiten aufzubrechen.

Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass der Halter die Eigenheiten seines Hundes kennt und in der Planung berücksichtigt. So darf ein Hund keinesfalls eine Gefahr darstellen. Hunde, deren Sozialisierung zu wünschen übrig lässt, sollten deshalb an einen Maulkorb gewöhnt werden, wenn Situationen auf sie zukommen, in denen sie andere gefährden könnten.

Hunde lassen sich nur ändern, wenn der Halter bei sich selbst anfängt

Bei der Planung des richtigen "Programms" für die Urlaubsvorbereitung des Hundes ist es hilfreich, den Kontakt zu einem Experten zu suchen und mit diesem über das Verhalten zu sprechen, das der Hund verändern soll. So können Hundetrainer und Hundetrainerinnen Aufschluss darüber geben, wie unerwünschte Verhaltensweisen beim Hund bekämpft werden können. Marion Terhaar, könnte ihnen zum Beispiel schon vor Urlaubsbeginn über einen Zoom-Call zusätzlich beratende Hilfestellung geben.

Den zentralen Aspekt in der Hundeerziehung hat in jedem Falle der Mensch. Dieser ist es, der als erster im Alltag verändertes Verhalten zeigt, damit sein Hund ihn anders wahrnimmt, somit zwangsläufig aufmerksamer wird und eher bereit ist, sich neu anzupassen.

Gewohnheit liefert Sicherheit, der Aufbruch bietet Chancen

Anfangs kann es sein, dass dem Hund die Veränderungen unangenehm sind oder dass er sich gegen die Veränderungen sträubt - Gewohnheit gibt schließlich Sicherheit. Diese sucht er trotz Veränderung oder wegen der Veränderung verstärkt bei seinem Halter, der dadurch die ideale Chance erhält, auf das Verhalten seines Hundes einzuwirken.

Es sollte daher nicht erst mit Urlaubsantritt mit den Veränderungen im Umgang begonnen werden. Es macht Sinn, das neue eigene Verhalten, welches das erwünschte Verhalten des Hundes fördern soll, schon im Vorfeld in der häuslichen Umgebung zu leben, indem man dem Hund durch das eigene Handeln aufzeigt, wie er seine Komfortzone vertrauensvoll verlassen kann und neue Zuverlässigkeit erfährt.

Hat man es mit einem Hund zu tun, der Menschen mit Drohgebärden begegnet, sollte der Hund unbedingt einen Maulkorb akzeptieren, den er im Kontakt mit Menschen trägt. Allein das tragen eines Maulkorbes trägt dazu bei, dass der Hund sich ruhiger verhält, weil er dadurch die eigene Handlungsfähigkeit verliert und somit sogar neue Erfahrungen machen kann. Wichtig ist jedoch, nicht emotional zu strafen, sondern bestenfalls konsequent zu führen, um dem Hund so klarzumachen, was man von ihm erwartet. Eine gezielte Zurückweisung ist für einen Hund, der seinen Menschen als Sozialpartner sieht, existenziell und birgt gerade in fremder Umgebung ein großes Potenzial für Veränderung.

Neue Normalität statt Rückfall in alte Gewohnheiten

Zeigt sich eine Besserung beim Hund durch Änderungen am eigenen Verhalten, sollten diese auch nach dem Urlaub beibehalten werden - andernfalls droht ein Rückfall, wenn der Alltag und somit wieder Normalität einkehrt. Ein Hundetrainer kann dabei helfen, aus den neuen, vorerst noch fremden Verhaltensweisen Gewohnheiten zu entwickeln und diese in den Alltag mit dem Hund zu integrieren.

Von tragender Bedeutung ist es dabei, konsequent zu bleiben. Der Hund orientiert sich an seinem Halter - ändert dieser sein Verhalten, nimmt der Hund das wahr und stellt sich darauf ein. Anstatt die Vorbereitung des Hundes auf den Urlaub als Einzelmaßnahme zu verstehen, sollte sie daher sinnvoll in eine fortlaufende Entwicklung mit klaren Zielen eingebunden werden. Nur wenn Hundehalter dies verstehen und beherzigen, können sich nachhaltige Trainingserfolge einstellen.

Marion Terhaar ist zertifizierte Hundetrainerin, Verhaltensberaterin, Züchterin und Besitzerin des Hundezentrums Dinkelblick in Gronau-Epe. In dem aus ihrer beruflichen Tätigkeit hervorgegangenen Zuchtprogramm "FAMILYDOGS4YOU artgerecht Hunde züchten" und dem von ihr daraus entwickelten einzigartigem neuen Konzept "DOG-SCHOOLING artgerecht Hunde führen" legt sie ihren Fokus einzig darauf, Menschen so zu schulen, damit diese mit ihren Hunden ein glückliches, harmonisches und möglichst problemfreies Miteinander leben können. Dazu legt sie von Anfang an Wert auf eine hundegerechte Erziehung, bei welcher es im Kern auf einer guten Mensch-Hund-Verständigung ankommt. Das theoretische Wissen in Sachen Hundeverhalten ist ein wichtiger Bestandteil der Hundeerziehung. Weitere Informationen unter: https://www.familydogs4you.de/ oder direkt per Handy: 0170 5841201

Quelle: Marion Terhaar (ots)

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