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Wirtschaft fürchtet zu strenge Fracking-Auflagen

Archivmeldung vom 10.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Fracking:  Schematische Darstellung einer Bohrung mit potentiellen Risiken für die Umwelt
Fracking: Schematische Darstellung einer Bohrung mit potentiellen Risiken für die Umwelt

Foto: Mikenorton
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die deutsche Wirtschaft fürchtet zu strenge gesetzliche Auflagen für das Gas-Fracking. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) appellierte in einem Brief an Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), mäßigend auf die Ministerien für Umwelt und Wirtschaft einzuwirken, die derzeit an einem entsprechenden Gesetz arbeiten. "Die Industrie sieht mit sehr großer Sorge, dass die Regelungen des dazu vorgestellten Eckpunktepapiers der zuständigen Minister weit über den Koalitionsvertrag hinausgehen und die Existenz der heimischen Erdgasindustrie maßgeblich gefährden", heißt es in dem Schreiben vom 5. September, das dem "Handelsblatt" vorliegt.

Mit Blick auf die Gaspreise fürchtet der BDI auch um die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen Industrie: "Die Verhinderung von Investitionen in Milliardenhöhe", warnte der BDI, "hätte negative Multiplikatoreneffekte und würde Tausende Arbeitsplätze gefährden". Die Wirtschaft fürchtet, dass mit dem Gesetz das umstrittene Fracking faktisch verboten wird. Das Umweltbundesamt hatte es jüngst als "Risikotechnologie" eingestuft. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) forderte eine grundsätzliche Technologieoffenheit. "Pauschale Verbote von Technologien, wie zum Beispiel Fracking, gehen an der Sache vorbei", sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks dem "Handelsblatt". Insbesondere die betroffenen Gasproduzenten appellieren an die Politik. "In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland müssen wir genau hinschauen und uns die Frage stellen, welche Ressourcen uns in Zukunft noch zur Verfügung stehen", sagte Wintershall-Chef Rainer Seele. "Daher ist es wichtig, die Erforschung unkonventioneller Ressourcen im Schiefergas zu ermöglichen." "Die Politik hat von uns stets gefordert, dass wir bei den Flüssigkeiten das Gift herausbekommen. Das ist uns im Labor gelungen", sagte Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender der "Exxon-Mobil Central Europe Holding": "Wir wollen diese Flüssigkeiten jetzt in Pilotprojekten erproben – und hoffen, dass die Politik dafür bald den Weg freimacht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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