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Johanna Christine Gehlen fordert als lebensechte Schimpansin: 'Menschenaffen raus aus Zoos!'

Archivmeldung vom 21.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Johanna Christine Gehlen fordert: "Menschenaffen raus aus Zoos" Bild: "obs/PETA Deutschland e.V."
Johanna Christine Gehlen fordert: "Menschenaffen raus aus Zoos" Bild: "obs/PETA Deutschland e.V."

Halb Mensch, halb Affe: Schauspielerin Johanna Christine Gehlen zeigt sich jetzt auf einem neuen PETA-Motiv mit einer Gesichtshälfte als Schimpansin. Die eindeutige Botschaft des Fotos lautet: "Wir sind alle Tiere."

Das Morphing entstand durch aufwendige Bildbearbeitung. Mit dem Motiv unterstützt die Hamburgerin PETAs Kampagne "Menschenaffen raus aus Zoos" und fordert gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation, die Zucht, Gefangenhaltung und Zurschaustellung der nächsten Verwandten des Menschen schnellstmöglich auslaufen zu lassen.

"Gemeinsam mit PETA fordere ich ein generelles Zucht- und Importverbot für Menschenaffen!", so die beliebte Schauspielerin. "Man sieht die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung der Tiere hinter Gittern. Die grausame und sinnlose Gefangenschaft muss beendet werden."

Ein großes Herz für Tiere hat Johanna Christine Gehlen, seitdem sie denken kann. Sie war sofort begeistert von der Idee, Menschenaffen zu helfen. Derzeit ist sie gemeinsam mit ihrem Mann - Schauspieler Sebastian Bezzel - in der NDR Culture-Clash-Miniserie "Da is' ja nix" zu sehen (ausgestrahlt im Dezember 2020 im NDR Fernsehen und aktuell in der ARD-Mediathek).

Menschenaffen in Gefangenschaft: ungerecht, nicht artgerecht

Menschenaffen sind in den Savannen und Wäldern Afrikas und Asiens zu Hause. Die Bedürfnisse der Tiere sind so komplex, dass ihnen kein Zoo einen artgerechten Lebensraum bieten kann. Doch noch immer werden rund 450 Menschenaffen in 35 deutschen Zoos und Tierparks unter völlig unangemessenen Bedingungen für die Belustigung der Zoobesucher eingesperrt. Dabei teilen Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans nicht nur etwa 98 Prozent der DNA mit dem Menschen: Renommierten Primatologen zufolge sind sie uns derart ähnlich, dass sie die Ausweglosigkeit ihrer Situation in Gefangenschaft erkennen und dabei Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit erleben. [1] Durch den eintönigen Zoo-Alltag entwickeln viele Menschenaffen Verhaltensstörungen. Ihr psychisches Leid äußert sich durch Selbstverstümmelung, extreme Zurückgezogenheit, permanentes Hin-und-Herschaukeln des Oberkörpers bis hin zum Verzehr der eigenen Exkremente. Zum Teil verabreichen Zoos den Tieren sogar Psychopharmaka, damit sie die lebenslange Gefangenschaft überhaupt ertragen. Laut einer von PETA in Auftrag gegebenen INSA-Meinungsumfrage vom April 2020 befürworten 41 Prozent der Befragten ein Ende der Zucht und Haltung von Menschenaffen in deutschen Zoos.

PETA plädiert für echten Artenschutz

In Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt zu werden, nützt keinem Tier. Zudem können deutsche Zoos keine Auswilderungen bei Menschenaffen vorweisen - die Tiere können Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, in Gefangenschaft nicht oder nur schwer erlernen. Trotzdem investieren zoologische Einrichtungen Millionen Euro an Steuergeldern in teure und sinnlose Nachzuchtprogramme und kostenintensive Bauprojekte. Durch Maßnahmen zum Erhalt des natürlichen Lebensraums der Tiere hingegen könnten weitaus mehr Menschenaffen geschützt werden, als dies in Zoos je möglich ist.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein - eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Goldner, Colin (2014): Lebenslänglich hinter Gittern. S. 218. Aschaffenburg: Alibri Verlag.

Quelle: PETA Deutschland e.V. (ots)

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