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Auf der Flucht vor Brandenburger Veterinärbehörde und PETA: Zirkus lässt sechs Bären über Nacht verschwinden

Archivmeldung vom 27.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Bären waren und sind vermutlich weiterhin in einem roten Anhänger (auf dem Bild in der Mitte zu sehen) untergebracht. Bild:  PETA
Die Bären waren und sind vermutlich weiterhin in einem roten Anhänger (auf dem Bild in der Mitte zu sehen) untergebracht. Bild: PETA

Bären nach tierquälerischer Haltung spurlos verschwunden: Im brandenburgischen Medewitz – das Winterlager des umstrittenen Zirkus Aramannt – mussten sechs ausgewachsene Bären seit mindestens einem Monat auf einem knapp 20 Quadratmeter kleinen Zirkusanhänger ausharren, versteckt vor der Öffentlichkeit und Behörden. Vor gut einer Woche informierte die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. das zuständige Kreisveterinäramt Potsdam-Mittelmark über die tierquälerische Haltung der Tiere.

Als die Behörde Anfang dieser Woche Maßnahmen ergreifen wollte, wurden die Bären in der Nacht von Montag auf Dienstag von den Zirkusverantwortlichen an einen unbekannten Ort umgesiedelt. PETA beteiligt sich nun mit den Veterinärbehörden an der Suche nach den verschwundenen Tieren. Die Organisation ruft zudem über Online-Netzwerke ihre Unterstützer dazu auf, nach den Bären Ausschau zu halten und den Standort umgehend an PETA zu melden. Die Bären sind vermutlich noch auf einem roten, etwa 7,5 Meter langen Anhänger mit dem amtlichen Kennzeichen MS – LC 90 untergebracht.

„Die sechs Bären befinden sich in dem Käfigwagen in höchster Not, denn dort mangelt es ihnen an grundlegender Versorgung und der Möglichkeit zur artgerechten Bewegung“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Um sich den Maßnahmen des Veterinäramtes zu entziehen, haben die Zirkusmitarbeiter die Bären über Nacht verschwinden lassen, eine typische Vorgehensweise bei vielen Zirkusbetrieben.“

Auch der Halter der Bären, Hendry Spindler, ist derzeit untergetaucht. Bereits 2003 wurde er wegen der mangelhaften Bärenhaltung vom Amtsgericht Hagen zu einer Geldbuße von 500 Euro verurteilt. Auch in den Folgejahren wurde die mangelhafte Bärenhaltung immer wieder von Tierschützern beanstandet. Trotzdem wurde Spindler mit fünf seiner Bären 2008 von der Produktionsfirma SATEL Film GmbH im Auftrag der ARD und des ORF engagiert, um in dem Film „Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno“ mitzuwirken. PETA forderte daraufhin den Stopp der Produktion.

Dass Zirkusse ihre Wildtiere verschwinden lassen, um behördlichen Vollzugsmaßnahmen zu entgehen, ist nicht neu: Neben mehreren anderen Zirkussen hat auch der Zirkus Giovanni Althoff 2005 seine Elefanten über Nacht vor dem Veterinäramt Bad Kreuznach ins Ausland gebracht.

Quelle: PETA Deutschland

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