Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Natur/Umwelt Klimaforscher sagt beschleunigte Erwärmung voraus

Klimaforscher sagt beschleunigte Erwärmung voraus

Archivmeldung vom 17.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Mario Weichert / pixelio.de
Bild: Mario Weichert / pixelio.de

Der Klimaforscher Mojib Latif hat eine beschleunigte Klimaerwärmung vorausgesagt. In den Jahren nach der Jahrtausendwende hätten sich die Lufttemperaturen nicht weiter erhöht, doch diese Pause bei der globalen Erwärmung werde bald zu Ende gehen, sagte Latif dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Spätestens nach 2020 werden die Temperaturen wieder stark ansteigen", so der Klimaforscher. "Dann wird es noch schneller wärmer werden auf dem Planeten, als wir es selbst in den Achtziger- und Neunzigerjahren erlebt haben." Zur Erwärmungspause sei es gekommen, weil die Ozeane vorübergehend mehr Wärme aufgenommen hätten als sonst.

Doch es bestehe keine Chance, dass die Energie in den tieferen Meeresschichten für längere Zeit gespeichert bleibt. "Die Meere dürften ziemlich bald wieder mehr Wärme an die Atmosphäre abgeben. Und wenn das geschieht, wird sich der Anstieg der Lufttemperatur sogar beschleunigen", so der Forscher vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.

Schon das vorige Jahr sei das bislang wärmste seit Beginn der Industrialisierung gewesen. Ein einziges Rekordjahr reiche aber nicht aus, um eine Trendwende auszurufen. "2014 kann auch ein zufälliger Ausrutscher nach oben gewesen sein, der hauptsächlich auf natürliche Schwankungen zurückzuführen ist. Es lässt sich somit nicht ausschließen, dass die Erwärmungspause noch ein paar Jahre lang andauert."

US-Behörden: 2014 wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

2014 war nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA und der US-Raumfahrtbehörde NASA das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die weltweite Durchschnittstemperatur habe im vergangenen Jahr um 0,69 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts gelegen, teilten die Wissenschaftler am Freitag mit.

Damit seien die bisherigen Rekordjahre 2005 und 2010 um 0,07 Grad Celsius übertroffen worden. Seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 sei die Durchschnittstemperatur insgesamt um 0,8 Grad Celsius gestiegen. Auch der Dezember habe die bisherigen Rekorde übertroffen. Die Temperaturen hätten im letzten Monat des Jahres um 0,77 Grad Celsius über dem weltweiten Durchschnitt des 20. Jahrhunderts gelegen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige: