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Die Holländer rufen alle auf, Schutzdämme zu bauen

Archivmeldung vom 12.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Abschlussdeich zwischen IJsselmeer (rechts) und Nordsee (links)
Abschlussdeich zwischen IJsselmeer (rechts) und Nordsee (links)

Foto: Johann H. Addicks
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wissenschaftler vom Institut für Umweltforschungen in Amsterdam haben berechnet, dass, wenn heute große Überschwemmungen in Europa alle 16 Jahre passieren, sie bis zum Jahr 2050 alle zehn Jahre geschehen werden. Von 2000 bis 2012 kosteten die Überschwemmungen die EU rund fünf Milliarden Euro, die Verluste der Überschwemmung von 2013 haben rund zwölf Milliarden Euro betragen. Und bis 2050 wird sich diese Summe nach den Berechnungen der Wissenschaftler mindestens verdoppeln. Dies berichtet Natalia Kowalenko bei Radio "Stimme Russlands".

Kowalenko weiter: "Die Finanzrisiken kann man minimieren, wenn man die potenziell gefährlichen Stellen im Voraus befestigt. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Gewässergebiete voneinander abhängig sind. Falls die Flüsse Mitteleuropa überfluten, so droht auch Osteuropa die Flut. Deswegen hat es einen Sinn, Schutzdämme gemeinsam in der ganzen Region zu bauen.

Man sollte auf die Holländer hören, weil sie große Erfahrung bei der Bekämpfung von Überschwemmungen haben, sagt der Leiter des Labors für Hydrodynamik des Instituts für Wasserprobleme, Valeri Zirjanow.

„Falls der Schutzdamm nicht standhält, wird ganz Holland überflutet. Weil das Land unter dem Meeresspiegel liegt und vom Meer von einem riesigen Schutzdamm geschützt wird. An den Stelle, wo die Überschwemmung erwartet wird, müssen wir die Erfahrung der Niederlande nutzen und Dämme bauen.“

Da, wo der Bau von Schutzdämmen unmöglich ist, schlagen die Experten vor, auf den Bau von Wohnungen und Objekten der Infrastruktur ganz zu verzichten. Man darf damit nicht damit rechnen, dass, falls es an einer Stelle seit 100 Jahren keine Überschwemmung gegeben hat, sie es auch in den nächsten 100 Jahren nicht geben wird. Durch die Tätigkeit hat der Mensch das Klima stark beeinträchtigt, und da, wo es früher nur leichte Überschwemmungen gegeben hat, sind heute auch große möglich, meint der Leiter des Klimaprogramms der russischen Niederlassung des WWF, Alexej Kokorin.

Die Schlussfolgerungen der niederländischen Klimaforscher stimmen auch mit den Vorhersagen der russischen Meteorologen überein. Die Zahl der Naturkatastrophen wird weltweit steigen. Im Fernen Osten und in Südostasien ist die Natur der Niederschläge etwas anders als in Europa, doch überall werden dieselben Tendenzen beobachtet, fährt Alexej Kokorin fort.

„Was den Fernen Osten betrifft, so herrscht dort der so genannte Ostasiatische Monsun. Für ihn gibt es dieselbe Vorhersage. Die maximale Zahl der Niederschläge, die in fünf Tagen in Folge niedergehen, kann sich wesentlich erhöhen.“

Der russische Wetterdienst hat Vorhersagen von Überschwemmungen im Fernen Osten erstellt. Sie werden im Gebiet Chabarowsk, im Jüdischen Autonomiebezirk, im Gebiet Amur und Sachalin sowie in Kolyma, Kamtschatka und Tschukotka erwartet.

2013 haben starke Niederschläge die in der ganzen Geschichte der Wetterbeobachtungen bisher größten Überschwemmungen im Fernen Osten verursacht."

Quelle: Text Natalia Kowalenko - „Stimme Russlands"

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