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Kopenhagener Zoo-Direktor verteidigt Giraffen-Schlachtung

Archivmeldung vom 11.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kopenhagener Zoo
Kopenhagener Zoo

Foto: User:Common Good
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Kopenhagener Zoo-Direktor Bengt Holst hat die öffentliche Giraffen-Schlachtung verteidigt. Es habe keine Alternative zur Tötung des gesunden Giraffenjungen Marius gegeben. "Wir hatten Angebote von einem Zoo in England, aber das hätte keinen Sinn gemacht, weil auch deren Giraffen zu ähnliches Genmaterial hatten", sagte Holst der "Bild-Zeitung".

Auch auf Angebote von Privatleuten habe der Zoo nicht eingehen können. "Wir hätten ihn auch für 10 Millionen nicht verkauft. Es ist keine Frage des Geldes, es geht um die Population. Eine Giraffe ist kein Haustier. Und man kann eine Giraffe auch nicht einfach nach Afrika schicken, sie würde sich da nicht zurechtfinden", so Holst. Eine Kastration sei ebenfalls keine Alternative gewesen: "So hätte er einem genetisch wichtigeren Tier den Platz im Zoo weggenommen. Und Kinder bekommen zu dürfen, ist für Tiere wichtig."

Statement von VIER PFOTEN zur Tötung der jungen Giraffe "Marius" im Zoo Kopenhagen

Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Deutschland, zur Tötung der jungen Giraffe am Wochenende im Kopenhagener Zoo, sagte zu der Tötung: „Das Töten der gesunden, jungen Giraffe durch den Zoo in Kopenhagen verurteilen wir nicht nur als völlig unnötige Grausamkeit, sondern auch als Missmanagement und Armutszeugnis für den Artenschutz-Auftrag eines Zoos. Der Zoo hat schlicht bei der Geburtenkontrolle versagt: Er muss garantieren, dass nur Wildtiere verpaart/zur Paarung zugelassen werden, wenn die Zukunft der Jungtiere gesichert ist – egal, ob im selben oder in einem anderen Zoo. Zudem stünden auch Maßnahmen wie Kastration oder Vasektomie für die junge Giraffe zur Verfügung, um den Bestand zu regeln.

VIER PFOTEN hat noch letzte Woche versucht, die Tötung von „Marius“ zu verhindern. Wir haben die Zooleitung gebeten, die Tötung auszusetzen und uns einen Monat Zeit zu geben, um eine nachhaltige Lösung für die Junggiraffe zu finden. Leider war unsere Intervention nutzlos. Der Zoo wollte uns und somit einer humanen Lösung des Problems keine Chance geben.“

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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