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Geflügelproduzent aus dem Emsland investiert in Mega-Mastanlage in Brandenburg

Archivmeldung vom 08.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: uschi dreiucker / pixelio.de
Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Der Geflügelproduzent Rothkötter aus dem emsländischen Meppen beteiligt sich am Bau einer Mega-Mastanlage in Brandenburg. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Nach Recherchen des Blattes hält das Unternehmen 50 Prozent an der Firma "Prignitzer Broilermast" (PB), die eine Anlage für 380.000 Hähnchen in der Nähe der Stadt Wittstock bauen will. Die andere Hälfte hält eine Holding aus dem emsländischen Sögel. Rothkötter bestätigte dem Blatt die Beteiligung, wollte sich aber nicht näher dazu äußern.

Wie die "Neue OZ" weiter berichtet, ruht das Bauvorhaben derzeit allerdings, weil sich PB in einem Rechtsstreit mit dem zuständigen Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in Potsdam befindet. Die zuständige Genehmigungsbehörde bestätigte dem Blatt, dass PB gegen Teilauflagen der Genehmigung geklagt hat. Bis das Verwaltungsgericht Potsdam darüber entschieden hat, könnten aber noch einige Monate vergehen, heißt es.

Das Bauvorhaben ist nicht das einzige seiner Art. Wie die "Neue OZ" unter Berufung auf Angaben aus dem zuständigen Landesamt berichtet, könnte die Zahl der Mastplätze für Geflügel und Truthähne in Brandenburg im Zehnjahresvergleich um 85 Prozent steigen. Demnach gebe es derzeit 6,7 Millionen Plätze in Ställen (2003: 4,9 Millionen), weitere etwa 1,2 Millionen seien genehmigt, aber noch nicht gebaut und noch einmal rund 1,2 Millionen beantragt.

Die Firma Rothkötter aus Meppen gehört zu den größten Geflügelproduzenten in Deutschland. Nach Unternehmensangaben verlassen täglich 500.000 Hähnchenfleischverpackungen die Werke. Der Umsatz betrug laut Bundesanzeiger im Geschäftsjahr 2011/2012 rund 818 Millionen Euro, ein Plus von 140 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Neben einem Schlachthof im emsländischen Haren betreibt Rothkötter die umstrittene 60 Millionen Euro teure Fabrik in Wietze, Landkreis Celle. Hier können täglich 420.000 Hähnchen geschlachtet werden. Geschäftsführer des Konzerns ist neben Franz-Josef Rothkötter auch Wilfried Fleming. Er ist zugleich Geschäftsführer bei der "Prignitzer Broilermast" in Brandenburg.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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