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Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbands sieht "keine Alternative zu Glyphosat"

Archivmeldung vom 22.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: s.media / pixelio.de
Bild: s.media / pixelio.de

Der Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbands mit 15.000 Mitgliedern, Bernhard Conzen, lehnt ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ab. In der Landwirtschaft gebe es aktuell dazu keine Alternative, sagte er im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Ohne Glyphosat wäre "die Nachhaltigkeit auf den Äckern und bei der Arbeit" gestört. Eine intensive Pflügung, die bei einem Verbot wieder notwendig würde, "kostet nicht nur deutlich mehr Zeit und damit Geld, sondern ist auch schlecht für die Umwelt". Bernhard Conzen sprach sich in der Zeitung außerdem für eine Lockerung des Anbauverbots genmanipulierter Pflanzen aus: "Ich verstehe nicht, warum es nicht möglich sein darf, Lebensmittel mithilfe von Gentechnik zu verbessern", so Conzen. "Wir tun damit kommenden Generationen Unrecht - denn was wir heute nicht entwickeln, fehlt in der Zukunft, wenn immer weniger Fläche zum Nahrungsanbau zur Verfügung steht. Das ist nicht nachhaltig."

Von der aktuellen Versteigerung der 5G-Frequenzen erhofft sich der rheinische Bauernpräsident auch schnelles Internet für landwirtschaftliche Betriebe: "Die Landwirtschaft ist heute in weiten Teilen digitalisiert: Sensoren untersuchen den Austrag von Pflanzenschutzmitteln, erfassen Düngung und Ertrag und müssen diese Daten innerhalb von Millisekunden an die Maschinen weitergeben", sagte Conzen und forderte: "Wir brauchen 5G auf dem Land. Ein Landwirt hat das gleiche Recht auf ultraschnelles Internet wie städtische Unternehmen."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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