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Suzi Quatro: Musikwelt ist keine Männerdomäne

Archivmeldung vom 01.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Susan „Suzi“ Kay Quatro  (2017), Archivbild
Susan „Suzi“ Kay Quatro (2017), Archivbild

Foto: Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Suzi Quatro (72), Rocklegende, hat nach eigenem Bekunden als Frau keine Probleme im von Männern dominierten Musikgeschäft gehabt. "Ich habe mich nie sehr mit Gender-Fragen befasst, und ich habe von mir nie, nie, nie als eine weibliche Musikerin gesprochen", sagte sie im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Auch habe sie nicht unter mangelnder Akzeptanz gelitten: "Weil ich mich selbst und das, was ich mache, immer ernst genommen habe, hat mich auch jeder ernst genommen, der mit mir zu tun hatte." Für sie ist die Musikwelt keine Männerdomäne, denn: "Es ist nicht die Welt der Männer, es ist meine Welt. Darüber will ich auch gar nicht diskutieren. Hier bin ich! Das ist die Haltung, die mich erfolgreich gemacht hat."

Die gebürtige US-Amerikanerin steht seit 60 Jahren auf der Bühne. Ihre Karriere hat sich dabei zu großen Teilen in Europa abgespielt. Ein Angebot, eine zweite Janis Joplin zu werden lehnte die Musikern aus Detroit ab. "Aber In der gleichen Woche kam der berühmte Produzent Mickie Most, sah die Band und bot mir einen Solo-Vertrag an. Er sagte zu mir, komm nach England, und ich mache eine erste Suzi Quatro aus dir. Also ging ich nach England."

An ihrer Entwicklung als Musikerin hatte ihr Vater maßgeblichen Anteil. Er gab ihr ihre erste Bassgitarre, einen Fender Presicion Bass, und er gab ihr entscheidende Tipps für ihre Laufbahn. "Er sagte, okay, ich habe einen Ratschlag für dich. Zunächst: Das ist ein Beruf, eine Profession - ,Profession' hat er ausdrücklich betont. Zweitens: Egal, ob du für zehn Leute spielst oder für zehntausend: Jeder Einzelne im Publikum hat Geld in die Hand genommen und bezahlt, um dich zu sehen. Dafür schuldest du ihm etwas. Wenn du nicht dein Bestes auf dieser Bühne geben kannst, gehe nicht auf die Bühne."

Zu Hamburg hat Suzi Quatro ein besonderes Verhältnis. "Ich habe diese Stadt immer sehr gemocht", sagt die 72-Jährige. "Ich glaube, es war die erste Stadt in Deutschland, in der ich spielte. Und es ist eine wunderbare Stadt, mit tollen Restaurants, die Alster - es ist wunderschön."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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