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TV-Moderator Amiaz Habtu spricht über eigene Fluchtgeschichte: "Meine Mutter musste alles verkaufen"

Archivmeldung vom 05.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Ermias „Amiaz“ Habtu (2016), Archivbild
Ermias „Amiaz“ Habtu (2016), Archivbild

Foto: 9EkieraM1
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der TV-Moderator Ermias "Amiaz" Habtu ("Höhle der Löwen") fühlt sich angesichts der Geflüchteten aus der Ukraine an seine eigene Fluchtgeschichte erinnert. 1979 musste der damals Anderthalbjährige mit seiner Familie von Eritrea nach Köln fliehen. "Meine Mutter musste innerhalb kürzester Zeit alles verkaufen, was wir hatten, um Geld für die Flucht zu haben", erzählt der 44-Jährige im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger".

In dem afrikanischen Land herrschte Krieg. Sein Vater, der in einer Widerstands-Zelle gegen die äthiopische Besatzungsmacht in Eritrea kämpfte, musste nach zweimaliger Verhaftung akut um sein Leben fürchten. Also verließ er die Heimat mit seiner Frau und den drei Kindern. Traumatische Erlebnisse, unter denen viele Geflüchtete aus der Ukraine derzeit litten, seien ihm aufgrund seines Alters zum Glück erspart geblieben, so Habtu.

"Meine Eltern haben uns Kindern die schrecklichen Dinge nicht erzählt. In der Zelle, in der mein Vater gearbeitet hat, ist fast jeder gestorben", sagt er. Sein Vater habe in Köln viel dafür getan, die Familie schnell zu integrieren. "Er hat geguckt, was die Deutschen so machen. Spazierengehen oder Torte essen in Cafés. Also haben wir das auch gemacht." Habtu organisiert gemeinsam mit dem Popsänger Max Giesinger am 9. April in Köln einen Benefizabend für Geflüchtete aus der Ukraine. Viele Prominente werden bei "Wir sind da" auftreten. Er sei dankbar für die große Solidarität, die den Geflüchteten in Deutschland und insbesondere auch in Köln entgegengebracht werde, so Habtu. Auch er sei damals mit seiner Familie herzlich von den Kölnerinnen und Kölnern aufgenommen worden. "Ich wusste lange nicht, was meine Heimat ist. Heute weiß ich: Meine Wurzeln sind in Eritrea, meine Heimat ist Köln."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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