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Philosoph Nida-Rümelin: "Ich vermisse den öffentlichen Diskurs"

Archivmeldung vom 17.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Julian Nida-Rümelin (2020)
Julian Nida-Rümelin (2020)

Bild: Andreas Müller

"Die zu weitgehende Kommerzialisierung der Medizin ist für die aktuellen Engpässe mitverantwortlich", meint der Philosophieprofessor an der Universität München Julian Nida-Rümelin zur aktuellen Coronakrise.

"Aber immerhin, das Gesundheitswesen hat die Frist, die ihm durch die staatlichen und kommunalen Maßnahmen gegeben wurde, genutzt, um aufzurüsten. Das ist beachtlich", so der Kulturstaatsminister im ersten Kabinett von Bundeskanzler Schröder in der überregionalen Tageszeitung "neues deutschland".

Mit Verweis auf die Einschränkung von Grundrechten warnte Nida-Rümelin jedoch: "Wenn wir an den momentanen Beschränkungen sklavisch festhalten, wird die soziale und kulturelle Identität der Gesellschaft auf Dauer massiv beschädigt, und es wird letztlich dann kaum mehr möglich sein, die Krise effektiv zu bekämpfen. Darüber muss eine offen Debatte in der Politik und Bürgerschaft geführt werden. (...) Ich vermisse den öffentlichen Diskurs."

Zugleich bemängelt der Ethiker, dass die Weltgemeinschaft auf die globale Krise und die globalen Herausforderungen durch Corona, die ihn an die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007/08 erinnern, "nicht global reagiert. Wir erleben einen Rückgriff auf nationalstaatliche Lösungen."

Quelle: neues deutschland (ots)


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