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Kiews Doppelmoral: ESC-Kandidatin im Rollstuhl – nein, Kabarettistinnen - ja

Archivmeldung vom 31.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo des Eurovision Song Contest
Logo des Eurovision Song Contest

Alles nur Spektakel? Während die Ukraine der russischen ESC-Kandidatin wegen eines Konzerts auf der Krim die Einreise ins Land verbietet, hat am Donnerstag in Kiew in der größten Konzerthalle des Landes eine Show russischer Kabarettistinnen stattgefunden, die davor mehrmals auf die Schwarzmeerhalbinsel gereist waren. Dies schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es auf deren deutschen Webseite: "Auf das am 30. März stattgefundene Konzert des russischen Kabarett-Kollektivs „Comedy Women“ in Kiew wurde der ukrainische Videoblogger und Journalist Anatoli Scharij aufmerksam. Ein Streamer hat sich in seinem Auftrag zu der „Palast Ukraine“-Konzerthalle im Zentrum Kiews begeben. Dort traf er auf zahlreiche Ukrainer, die auf den Auftritt der russischen Künstlerinnen warteten.

Dabei sollen sich unter den Gästen auch Parlamentarier der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) befunden haben. Dies bestätigten jedenfalls die speziellen Autokennzeichen der unweit von der Konzerthalle abgestellten teuren Karossen.

Dabei hatten die „Comedy Women“ seit 2014, als sich die Krim Russland wieder angeschlossen hatte, schon mehrmals Konzerte auf der Schwarzmeerhalbinsel abgehalten – und  waren dabei jedes Mal aus Russland auf die Krim gereist.

„Danke Sewastopol, Eupatoria und Jalta! Wir kommen sicherlich noch einmal!“, schrieben die Kabarettistinnen vor über einem halben Jahr auf Instagram.

„Das ist wie ein Scheißregen auf die Köpfe des debilen SBU (ukrainischer Inlandsgeheimdienst – Anm. d. Red.) und der Clowns, die sagten, dass der Samoilowa-Fall nur mit deren Krim-Besuch zusammenhänge“, kommentiert nun Scharij.

Mehrere Politiker und Vertreter der ukrainischen Regierung und des Inlandsgeheimdienstes hatten tatsächlich schon mehrmals erklärt, dass das ukrainische Gesetz „für alle gelte“, und genau aus diesem Grund nun der russischen ESC-Kandidatin Julia Samoilowa die Einreise in die Ukraine verwehrt werde.

Zuvor hatte die European Broadcasting Union (EBU, Veranstalter des Eurovision Song Contests) einen Brief an den ukrainischen Premier Wladimir Groisman geschickt. Darin drohte die Rundfunkunion Kiew mit harten Sanktionen, falls die russische ESC-Kandidatin Julia Samoilowa die Einreise und damit die Songcontest-Teilnahme weiterhin verwehrt werden sollten. Unter anderem wird der ukrainischen Seite nahegelegt, dass das „inakzeptable Einreiseverbot“  für die russische ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa gegen die Regeln und Traditionen des Song Contests verstoße, mehrere Länder sich deswegen für ein Eurovision-Boykott  ausgesprochen hätten und künftig zudem auch ein Ukraine-Ausschluss aus dem Wettbewerb denkbar sei."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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