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Helmut Lotti: Das Schwiegersohn-Image hat mich eingeengt

Archivmeldung vom 08.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Helmut Lotti (2013)
Helmut Lotti (2013)

Foto: Inge Kinnet
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor seiner großen Comeback-Tour (Start: 27. April) gibt Helmut Lotti (47) zu, dass er sich von Vorgaben seines Managements "befreien" musste. "Das Schwiegersohn-Image hat mich eingeengt. Das Toupet wollte ich eigentlich nie tragen. Ich habe es gehasst", sagte der belgische Sänger in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich hätte gleich meine Grenze ziehen sollen. Irgendwann gab es einen Punkt, an dem Image und Musik immer weiter auseinandergegangen sind. Da habe ich die Reißleine gezogen. Ich bin jetzt, wie ich eigentlich bin."

Auch mit seinem Künstlernamen hat Lotti lange gehadert: "Eine Frau aus Gent hatte mich damals im holländischen Fernsehen gesehen, wo ich als einziger Belgier Erfolg hatte. Sie bot mir einen Plattenvertrag an und sagte: ,Ab jetzt heißt du Helmut Lotti.' Ich fand es anfangs fürchterlich, denn mein Name Lotigiers wird nur mit einem ,t' geschrieben. Schon mein ganzes Leben versuche ich, das den Leuten zu erklären. Seitdem ich Lotti heiße, kann ich es völlig vergessen. Immerhin gab es Antonio Lotti, einen italienischen Komponisten, der ein schönes Chorwerk namens ,Crucifixus' geschrieben hat. Als ich es zum ersten Mal hörte, fand ich den Namen nicht mehr ganz so schlimm."

Sein privates Leben hat Lotti ebenfalls neu geordnet: "Ich habe mich gerade von meiner Frau getrennt, das Klavier steht noch in unserem Stadthaus in Antwerpen. Im Moment führe ich ein ganz ruhiges Leben. Ich wohne allein auf dem Land in einem kleinen Haus auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück. Das war mal ein kleiner Bauernhof aus Bruchsteinen und Eichenholz aus dem Jahr 1850, den ich umgebaut habe. Dort kann ich gut abschalten und gehe jeden Tag im nahen Wald spazieren."

Seinem eleganten Bühnen-Outfit bleibt der Sänger treu: "Ich hatte immer Anzüge an, und das wird auch so bleiben. Das liebte ich schon als Kind. Es gab damals so ein wöchentliches Magazin mit Comic-Strips. Einer davon hieß 'Dandy'. Der Held trug einen Anzug und hatte eine Uhr mit Kette daran. Als ich acht Jahre alt war, dachte ich: So möchte ich mal ausschauen."

Als Kind habe er bereits mit seinem Gesang beeindrucken können, sagte Lotti weiter. "Wenn wir in der Grundschule Lieder lernten, habe ich die immer 'elvisiert'. Ich sang die dann mit diesem Elvis-Swing. Die Jungs auf dem Spielplatz kamen zu mir und sagten: 'Du hast das ganz anders gesungen. Kannst du das noch mal machen.' Dann fing ich an, auf dem Spielplatz zu singen, und noch mehr Kinder kamen dazu, die mir sagten: 'Das klingt gut.' Im Sommer-Camp habe ich gemerkt, dass ich auch die Mädchen damit beeindrucken konnte."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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