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Sven Regener identifiziert sich mit seinen Romanfiguren: Ich bin zu 37 Prozent Herr Lehmann

Archivmeldung vom 27.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Sven Regener (2015)
Sven Regener (2015)

Foto: Martin Kraft
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Sven Regener, Autor der "Herr Lehmann"-Romane und Mitglied der Indie-Rock-Band Element of Crime, kann sich mit all seinen Romanfiguren identifizieren. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Regener, er sei "zu 37 Prozent Herr Lehmann".

Dies gelte jedoch auch für seine anderen Romanfiguren wie Karl Schmidt oder Chrissie. "Ich kann mich mit all diesen Leuten identifizieren, so wie ich auch ins Theater gehen kann und mich mit Hamlet identifizieren kann, obwohl ich kein dänischer Prinz aus dem 15. Jahrhundert bin. Auch Shakespeare war das übrigens nicht, und trotzdem konnte er darüber schreiben. Die Probleme versteht man ja trotzdem", sagte Regener.

Auf die Frage, was schöner sei, Schriftsteller zu sein oder Musiker, sagte der in Bremen geborene Wahlberliner: "Musiker". Zur Begründung erklärte er: "Weil Musik schöner ist. Musik ist die Mutter aller Künste, ist die geheimnisvollste Kunst und die rätselhafteste und die am direktesten auf das Gefühl gehende, auch auf das eigene. Sie können einen Song tausendmal spielen, und es ist jedes Mal wieder gut und etwas Tolles. Wenn Sie ein Buch geschrieben haben, ist das vorbei, das haben Sie geschrieben, das war's." Dennoch wolle er auf die Schriftstellerei nicht verzichten: "Wenn ich eine gute Idee habe für einen Roman, ist es eine große Befriedigung und ein großes Vergnügen, diesen Roman zu schreiben. Dann kann man sehr glücklich sein, weil einem das gelungen ist", sagte Regener.

In seiner 1985 gegründeten Band Element of Crime singt Regener, spielt Gitarre und Trompete und verfasst den Großteil der Texte. Zurzeit schreibe die Band "fröhlich traurige Songs". Um traurige Lieder zu schreiben, müsse man allerdings selbst nicht traurig sein, betonte Regener im Interview mit der "NOZ": "Man kann ja auch eine Blumenwiese malen, ohne in dem Moment auf einer Blumenwiese zu stehen."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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