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Ulrich Matthes fordert Bekenntnis der Politik zur Kultur

Archivmeldung vom 14.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Kinosaal (Symbolbild)
Kinosaal (Symbolbild)

Bild: pixelio.de/R. Sturm

Der Präsident der deutschen Filmakademie, Ulrich Matthes, befürchtet durch die Corona-Krise ein großes Kinosterben in Deutschland. Er sagte am Donnerstag auf rbbkultur, die Kinobetreiber befürchteten, dass die Hälfte der Kinos die Krise nicht überstehen könnten.

Matthes sagte, gerade für kleinere Städte sei die Schließung eines Kinos fatal, weil Kinos dort auch Orte des Kontakts gerade für junge Leute seien. Es sei jetzt wichtig, aufzupassen, dass die Kultur nicht wie ein Luxusartikel behandelt werde, auf den man zugunsten anderer Bereiche und der großen Wirtschaft am Ende verzichten könne.

Matthes forderte von Spitzenpolitikern in der Bundesregierung wie Finanzminister Olaf Scholz oder Wirtschaftsminister Peter Altmaier ein Bekenntnis zu Hilfsmaßnahmen für die Kultur. Das sollte nicht nur Kulturstaatsministerin Monika Grütters überlassen werden. Nötig sei ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass die Kultur mehr sei als ein "Zückerchen", das man sich abends noch gönne.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)


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