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John Irving: Ich schreibe keine Drehbücher mehr

Archivmeldung vom 22.07.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
John Irving in Köln am 14. September 2010
John Irving in Köln am 14. September 2010

Foto: © Elke Wetzig/CC-BY-SA
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

John Irving will keine Drehbücher mehr schreiben: "Ab jetzt nur noch Romane und kein Film und Fernsehen mehr", sagte der 81-Jährige Bestsellerautor der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Den Entschluss habe er gefällt, nachdem er fünf Episoden für die Mini-Serie nach seinem Roman "Garp und wie er die Welt sah" abgeschlossen hatte. "Schon damals habe ich zu Warner Bros. gesagt: Das waren meine letzten Drehbücher. Sucht euch einen Hauptautor, der meine Episoden in die Serie einbaut, wie er es für richtig hält. Ich werde das dann gern lesen, kommentieren und mit Rat und Tat helfen - eigene Drehbücher schreibe ich aber nicht mehr."

Im aktuellen Streik der Hollywood-Autoren zeigte Irving, dessen Drehbuch "Gottes Werk und Gottes Beitrag" den Oscar erhielt, sich solidarisch: "Ich bin ganz und gar Gewerkschafter, und ich unterstütze auch den Streik ganz und gar." Über die Forderungen zu Streaming-Erlösen und dem Umgang mit künstlicher Intelligenz sagte Irving: "Meiner Meinung nach ist das Thema Streaming substanzieller und wichtiger als die Angst vor künstlicher Intelligenz."

Überrascht zeigte Irving sich, weil Hollywood sein filmischstes Werk ignoriere: "Es gibt einen Roman von mir, der sich für einen Film oder eine Serie aufdrängt: 'Letzte Nacht in Twisted River'. Aber ausgerechnet das ist das Buch von mir, das niemand im Filmgeschäft auch nur gelesen hat", sagte Irving. "Das Buch ist visuell. Es ist eine Crime Story. Es geht um eine Art Verfolgungsjagd, die die ganze Handlung vorantreibt. Das ist der Stoff, von dem Filme leben", so der Autor. "Es kommt eine Fernsehserie zum 'Garp'-Roman, der schon als nicht so besonders guter Film vorliegt. Es kommt eine Serie zum 'Hotel New Hampshire', und auch der wurde schon zu einem nicht gerade großartigen Film." Irving: "Zu jedem einzelnen meiner Romane habe ich Anfragen bekommen. Nur zur 'Twisted River' nicht. Kein Wort. Zero."

Insgesamt, so Irving, seien fünf Verfilmungen seiner Bücher in der Entwicklung: Neben dem "Garp"-Projekt sind demnach auch Serien zu den Romanen "Bis ich dich finde" und "Hotel New Hampshire" in Vorbereitung; neue Spielfilme sollen zu den Irving-Romanen "Witwe für ein Jahr" und "Straße der Wunder" entstehen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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