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Influencerinnen: Drahtseilakt bei Authentizität

Archivmeldung vom 05.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Influencerin: Grad der Authentizität entscheidend.
Influencerin: Grad der Authentizität entscheidend.

Bild: pixabay.com, 1475341

Weibliche Influencer auf Plattformen wie Instagram müssen einen ständigen Drahtseilakt zwischen einem zu realen und einem zu unechten Image vollziehen. Andere User mobben sie, wenn sie sich selbst als zu perfekt präsentieren, aber wenn sie zu viele Details aus ihrem Privatleben veröffentlichen, macht sie das angreifbar. Das ergibt eine Studie der Cornell University.

Online "immer Anfeindungen"

"Man kann in sozialen Medien unmöglich die Zustimmung von allen haben. Es ist völlig egal, was User posten, es wird immer andere geben, die das in den falschen Hals kriegen und sich persönlich angegriffen fühlen. Aufstrebende Influencer müssen sich deshalb abhärten und akzeptieren, dass es immer Anfeindungen geben wird. Sie müssen ein Bild von sich definieren und auch dazu stehen. Viele Menschen sind dafür leider nicht geschult", erklärt Marketing-Experte Bernd Pfeiffer von LimeSoda im pressetext-Interview.

Für die Studie haben die Forscher 25 etablierte oder aufstrebende weibliche Instagram-Influencer aus den Bereichen Mode, Beauty und Lifestyle befragt. Ergebnis: Viele Produzentinnen von Social-Media-Inhalten zensieren sich präventiv selbst, weil sie mit Hasskommentaren rechnen. Sowohl "echte" Postings, wie ein Selfie, auf dem sie kein Make-up tragen, als auch "unechte", wie ein Bild von einer zu sauberen Küche, können laut den Befragten hasserfüllte Kommentare nach sich ziehen.

Gratwanderung für Nutzerinnen

Den befragten Influencerinnen zufolge sind Follower besonders bei persönlichen Postings aufmerksam. Jedoch fühlen sich viele von ihnen nicht wohl dabei, private Informationen preiszugeben. Die weiblichen Influencer wollen eher Inhalte zeigen, die ihre User "inspirieren", als mit ihnen über ihre persönlichen Probleme zu sprechen.

Die Forscher stellen fest, dass weibliche Influencer deutlich stärker als ihre männlichen Kollegen kritisiert werden. Da sie jedoch Inhalte veröffentlichen müssen, um Geld zu verdienen, sind sie einem konstanten Dilemma ausgesetzt. Eine befragte Influencerin meinte: "Du hast es nicht wirklich geschafft, bis dich jemand hasst."

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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