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Hannes Hellmann: Natürlich würde ich Putin spielen

Archivmeldung vom 22.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hannes Hellmann (2021)
Hannes Hellmann (2021)

Foto: Superbass
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Schauspieler Hannes Hellmann (67, "Notruf Hafenkante"), der im Laufe seiner Karriere dreimal den Reichsmarschall Hermann Göring gespielt hat, würde "natürlich" auch eine Rolle als Wladimir Putin übernehmen: "Die Frage wäre: Gibt es Gründe, warum ich das nicht tun sollte? Mir fallen keine ein", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Hellmann weiter: "Wir Schauspieler sind ja diejenigen, die die Dinge auf die Bühne stellen, damit sie möglicherweise dann in der Realität nicht passieren. Das ist schon seit 4000 Jahren ein zentrales Moment von Theater."

Aus seinen Göring-Rollen bringe er eine Erfahrung mit, sagte Hellmann weiter: "Keiner ist der Teufel durch und durch. Aber das ist ja generell so, wie sonst funktioniert denn Verführung? Auch Zuhälter können sehr höflich und zuvorkommend sein, nur können sie eben auch schrecklich schnell umschalten." Er habe früher sehr viele Zuhälter gespielt - "ich war 'ne ziemliche Ecke, hatte einen ausrasierten Nacken und einen langen Zopf, da bot es sich wohl an. Daher kenne ich einige dieser Läden und ihre Besitzer, die sie dann für einen Drehtag vermieten. Da lernt man sehr höfliche Geschäftsleute kennen, die aber eben auch sehr gefährlich sind."

Der Schauspieler, der seit 40 Jahren ausschließlich schwarze Kleidung trägt, räumte in diesem Zusammenhang einen kleinen Diebstahl ein: "Ich habe seinerzeit im Theater an der Ruhr in Mülheim angefangen, das Roberto Ciulli 1980 gegründet hat. Damals wurde auch ein Fundus angeschafft, in dem es Unmengen schwarzer Anzüge gab. So viel Geld habe ich damals nicht verdient, also dachte ich: Wenn da jetzt einer mal fehlt, würde das überhaupt nicht auffallen. So fing's an - und dadurch, dass wir damals von Ankara bis Unna sehr viel unterwegs waren, merkte ich schnell, dass man mit schwarzen Klamotten überall auftreten kann - abends nach dem Auftritt in Ankara noch in der Botschaft einen Wein trinken und am nächsten Tag in Unna durch die Fußgängerzone gehen."

Selbst seine Unterwäsche sei schwarz, sagte Hellmann. Das habe beim Blick in seinen gepackten Koffer eine Folge: "Da ist wirklich nur ein schwarzes Loch. Ich hab nichts anderes, und ich würde mir auch nichts kaufen."

Die Pandemie habe ihn veranlasst, seine Rente zu beantragen, sagte Hellmann weiter: "Ich bin Rentner, und zwar seit dem Beginn von Corona. Man konnte damals nicht wissen, wie sich das entwickelt, also habe ich den Antrag gestellt. Ich habe einfach mal gerechnet: Wenn ich jetzt noch zwei Jahre warte und es läuft nur mäßig, dann wird die Rente nicht wesentlich höher, aber du hast zwei Jahre keine Rente bekommen."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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